Zum Geburtstag gab's kein Erbarmen! 26 Jahre wird Jesper de Jong am Sonntag, aber das Geschenk, das ihm Alexander Zverev (29) kredenzt, ist ganz bitter. 7:6, 6:4, 6:1 gewinnt die Nummer 3 der Welt gegen die Nummer 106 und steht damit am Dienstag im Viertelfinale der French Open in Paris. Gegner: Rafael Jodar (19), die Nummer 29. Da ist der Hamburger ebenfalls Favorit.
„Am Anfang war es schwer, er hat schnell und gut gespielt. Als ich dann in meinen Rhythmus fand, habe ich mich wohlgefühlt. Das ist das Wichtigste. Mein Spiel ist da“, sagte Zverev.
Die schlechte Nachricht für Zverev schon vor dem Match: Die Hitze ist weg. Nur knapp über 20 Grad, das ist so gar nicht sein Wetter. Zwischendurch regnet es sogar kurz. Nicht so heftig, dass die Partie hätte unterbrochen werden müssen, aber es kommt nass von oben. Glücklich über den Wetterumschwung ist der Olympiasieger von 2021 nicht. „Ich mag es heiß. Ich verbringe viel Zeit in Florida. Ich bin Hitze gewohnt. Und mein Gegner hat dann Probleme“, sagt er nach der Partie. Und so spielt er zunächst auch. 0:3 im ersten Satz, dann 0:3 im Tiebreak. Beide Rückstände holt er auf; im Tiebreak gelingen ihm nach dem klaren Rückstand satte sieben Punkte in Serie. Damit sichert er sich den Durchgang 7:6.
Hollywood-Megastar Salma Hayek sieht Zverev-Sieg
De Jong macht an seinem Ehrentag einen guten Eindruck, will sich von der besten Seite zeigen. Die harten Aufschläge kommen und so bieten sich dem Favoriten nur wenige Chancen, ein Break zu landen. Im ersten Durchgang gelingt ihm eins, im zweiten ebenfalls, das reicht, um auch diesen Satz 6:4 für sich zu entscheiden. Der Widerstand des Niederländers scheint nun gebrochen.
Am zweiten Sonntag des Turniers wird auch die Promidichte etwas höher. Neben Tennis-Legende und Ex-Becker-Manager Ion Tiriac (87) ist Schauspielerin Salma Hayek (59/„From Dusk Till Dawn“) da. Doch so richtig warm wird ihnen nicht. Ein kühler Wind pfeift über den Court Philippe Chatrier, angenehm ist das nicht. Pullover statt T-Shirt ist nach acht Tagen Hitze angesagt.
In den dritten Satz startet Zverev dann souverän. Ihm gelingt sofort ein Break und er legt ein zweites nach. Nach 2:14 Stunden verwandelt er seinen ersten Matchball zum 6:1. Und es sind noch drei Siege bis zum ersten Grand-Slam-Titel.