US-Heimatschutzministerin Kristi Noem verliert ihren Posten. Bereits Ende März soll Senator Markwayne Mullin das Amt übernehmen. Das teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner eigenen sozialen Plattform mit. Noem werde er zur Sonderbotschafterin einer neuen Sicherheitsinitiative machen, schrieb er.
Noem war nach der Tötung von zwei US-Bürgern durch ICE-Einsatzkräfte in Minneapolis stark in die Kritik geraten. Unter anderem verbreitete sie offensichtliche Unwahrheiten: Sie behauptete, die Toten hätten Widerstand geleistet und Beamte angreifen wollen, Videos widerlegen diese Darstellung jedoch klar.
Erst am Mittwoch rechtfertigte sie sich dafür in einer Anhörung vor dem Senat. Kritische Nachfragen kamen nicht nur von Demokraten, sondern auch von republikanischer Seite. Noem sprach dabei den Angehörigen der Getöteten ihr Beileid aus. Zugleich entschuldigte sie sich nicht und wies die Kritik der Demokraten zurück. Sie habe sich auf Informationen von Menschen vor Ort verlassen. Für das Chaos, auf das die Bundesbeamten dort getroffen seien, seien "gewalttätige Demonstranten" verantwortlich gewesen, sagte sie.
Die ehemalige Gouverneurin von South Dakota wurde auch für den Umgang ihres Ministeriums mit Milliardensummen kritisiert, die ihr vom Kongress bewilligt worden waren.