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Ex-Journalistin wirft US-Präsident Vergewaltigung vor: Trump lässt gegen Klägerin ermitteln

Ex-Journalistin wirft US-Präsident Vergewaltigung vor: Trump lässt gegen Klägerin ermitteln
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Washington – Das US-Justizministerium hat strafrechtliche Ermittlungen gegen die ehemalige Zeitschriftenautorin E. Jean Carroll (82) eingeleitet. Das Ministerium untersucht, ob Carroll in den Prozessen wegen möglicher Vergewaltigung gegen Trump Meineid geleistet haben könnte, wie der US-Sender „CNN“ berichtet.

Carroll hatte Donald Trump der sexuellen Nötigung beschuldigt und von einem US-Gericht zunächst fünf Millionen US-Dollar Schadenersatz wegen eines Sexualdelikts – in einem späteren Berufungsverfahren sogar über 83 Millionen US-Dollar wegen Verleumdung zugesprochen bekommen. Trump streitet bis heute alles ab, unterstellte Carroll mehrfach, gelogen zu haben. Jetzt schlägt Trump schlägt gegen die Klägerin nun mit einem eigenen Verfahren zurück.

Trump-Staatsanwalt leitet die Ermittlungen

Laut „New York Times“ wurde die aktuelle Untersuchung von Andrew Boutros, dem von Trump ernannten US-Staatsanwalt in Illinois, eingeleitet. US-Justizminister und Generalstaatsanwalt Todd Blanche soll sich wegen seiner anwaltlichen Vertretung von Trump im Fall Carroll von den Ermittlungen zurückgezogen haben.

Hintergrund: Schon 2019 erhob Carroll die schweren Vorwürfe gegen Donald Trump. Die langjährige Ratgeber-Kolumnistin der Zeitschrift „Elle“ warf Trump vor, sie im New Yorker Kaufhaus „Bergdorf Goodman“ in einer Umkleidekabine vergewaltigt zu haben. „Das ist ein großer Sieg für jede Frau, die aufsteht, wenn sie niedergestoßen wird, und eine große Niederlage für jeden Tyrannen, der versucht hat, eine Frau kleinzuhalten“, sagte Carroll nach dem Urteil.

Trumps „Vergeltungskampagne“

Die Untersuchung ist der jüngste Schritt in den Bemühungen des Justizministeriums, Trumps langjährige persönliche Feinde ins Visier zu nehmen. Unter der Leitung des Justizministers Todd Blanche hat das Justizministerium „Trumps Vergeltungskampagne beschleunigt“, wie der Sender „CNN“ am Mittwoch berichtete.

Zuletzt hatte das Justizministerium die US-Steuerbehörden dazu verpflichtet, Prüfungen gegen den US-Präsidenten und seine Familie einzustellen. Die Beamten dürfen laufende Verfahren zu Trumps Steuererklärungen nicht weiter verfolgen. Todd Blanche hatte mit Trump vereinbart, die Bundessteuerbehörde (IRS: „Internal Revenue Service“) müsse den Präsidenten, seine Familie und seine Unternehmen von derzeit laufenden oder möglichen Steuerverfahren befreien.

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