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Nico Schlotterbeck spricht erstmals über seine Ausstiegsklausel beim BVB

Nico Schlotterbeck spricht erstmals über seine Ausstiegsklausel beim BVB
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Das Telefonat ging schnell. Nur rund drei bis vier Minuten telefonierten Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) und Nico Schlotterbeck (26) am Montag vor der WM-Nominierung. Neben der erwartungsgemäßen Einladung in den Turnier-Kader ging es sogar noch um Themen neben dem Fußball. Die Schlotterbeck-Rolle bei der WM ist seit Langem klar: Er ist in der Innenverteidigung als Stammbesetzung neben Bayern-Star Jonathan Tah (30) eingeplant.

Für Schlotterbeck ist die WM doppelt wichtig. Neben dem Mannschaftserfolg geht es für ihn auch um seine persönliche Zukunft. Der BVB-Star kämpft in den USA, Kanada und Mexiko um das Angebot eines Welt-Klubs!

Schlotterbeck spricht über seine WM-Klausel

Hintergrund: In seinem neuen Dortmund-Vertrag bis 2031 hat sich der Verteidiger eine spezielle Ausstiegsklausel einbauen lassen. Bis in der Woche nach dem WM-Finale (19. Juli) können ihn ausgewählte Top-Vereine – darunter nach BILD-Informationen Real Madrid – für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von zwischen 50 und 60 Millionen Euro vorzeitig aus seinem BVB-Vertrag rauskaufen. Die Klausel, die ausdrücklich nicht für Liga-Konkurrent Bayern München gilt, wurde nach der Unterschrift am 10. April zum europaweiten Diskussions- und Frust-Thema für die Fans. Im Liga-Spiel gegen Leverkusen reagierten viele BVB-Anhänger mit deutlich hörbaren Pfiffen.

Nutzt Schlotterbeck jetzt die WM-Bühne, um sich mit Top-Leistungen ins Schaufenster für ein Real-Angebot zu stellen? Auffällig: Auf BILD-Nachfrage verzichtete Schlotterbeck auf ein BVB-Bekenntnis, wollte auch die Klausel nicht dementieren. Seine Reaktion: „Was heißt Schaufenster? Ich spiele das ganze Jahr 50 Spiele. Ich glaube, es ist ganz normal, dass ich immer versuche, gut zu spielen. Sich ins Schaufenster zu stellen wegen einer WM – das sehe ich jetzt nicht so. Ich fokussiere mich natürlich klar auf die WM, versuche da gute Spiele zu machen mit Deutschland. Deswegen habe ich jetzt nicht die Idee extra gut zu spielen wegen irgendeinem Vertrag.“

Klar ist: Der Verteidiger ist in seiner Karriere heiß auf Titel und weiß, dass er seine Chancen darauf mit einem Vereinswechsel vergrößern könnte. Dortmund hatte er vor der Unterschrift monatelang zappeln lassen, gleichzeitig vergeblich auf eine Anfrage aus dem Ausland gezockt. Der BVB würde ihn langfristig gerne zur Identifikationsfigur aufbauen.

In Bezug auf die Fan-Pfiffe wiederholte Schlotterbeck nun: „Die Pfiffe vor dem Spiel habe ich gar nicht wahrgenommen, weil ich noch nicht draußen war. Während des Spiels habe ich es gar nicht mitbekommen, wurde mir dann nur erzählt. Natürlich war das nicht das, was ich mir gewünscht hatte. Es kann jeder das äußern, was er will. Es hat sich dann in den letzten Spielen gelegt. Ich habe sehr gute letzte Spiele gemacht. Ich habe das Ganze abgehakt, mich gefreut, dass ich den Vertrag verlängert habe und freue mich jetzt darauf, mit Deutschland eine gute WM zu spielen.“

Die Bewerbungsphase für einen internationalen Top-Klub läuft ab jetzt automatisch ...

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