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Russland: Duma-Chef und Putin-Freund droht Elon Musk mit Atomschlag

Russland: Duma-Chef und Putin-Freund droht Elon Musk mit Atomschlag

Moskau – Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin (62), hat mit einem Atomschlag gedroht, falls SpaceX der Ukraine weiter Zugang zum Satelliteninternet Starlink gewährt. Die Drohung richtete sich direkt gegen Elon Musk und sein Unternehmen. Auslöser ist ein ukrainischer Angriff auf das besetzte Starobilsk in der Ostukraine am vergangenen Freitag. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs traf der Schlag das Hauptquartier der russischen Drohneneinheit „Rubikon“. Moskau behauptet, es sei ein Studentenwohnheim getroffen worden – und spricht von 21 getöteten Zivilisten.

Nun sinnt der Kreml auf Rache. Musk müsse verstehen, „dass seine Satelliten dazu benutzt werden, um Kinder zu töten“, behauptete Wolodin, der ein enger Vertrauter von Wladimir Putin (73) ist, laut einer Erklärung der Duma.

Dann die direkte Drohung: „Dies könnte dazu führen, dass wir Waffen einsetzen, die keine Spur von irgendjemandem hinterlassen werden“. Gemeint ist das riesige russische Atomwaffenarsenal, das größtenteils aus sowjetischer Zeit stammt und rund 1700 einsatzbereite Sprengköpfe umfasst.

Hintergrund ist der strategische Vorteil, den Musks Satellitensystem den Ukrainern verschafft – sie können damit auch frontnah in Echtzeit miteinander kommunizieren und ihre Artillerie mit den Drohneneinheiten koordinieren. Auch russische Truppen versuchten immer wieder, die Satellitenverbindungen illegal zu nutzen, woraufhin SpaceX den Zugang in den besetzten Gebieten blockierte. Seither gerieten die russischen Vorstöße ins Stocken.

Ukraine trifft immer öfter russisches Hinterland

Dazu kommt eine neue Entwicklung, die in Russland für massive Unruhe sorgt: Der ukrainischen Armee gelingt es immer öfter, Ziele tief im russischen Hinterland zu treffen. Teile der wirtschaftlich enorm wichtigen Öl-Industrie wurden so bereits lahmgelegt, während die teure russische Luftabwehr weiterhin keine Antwort findet. Die Atom-Drohungen sind deshalb auch als Ablenkung von den militärischen Misserfolgen der Russen zu verstehen.

Putins Top-Propagandist Wladimir Solowjow (62) ging in seiner Talkshow auf Russia 1 sogar noch ins Detail – und forderte den Einsatz von Nuklearwaffen im Weltraum, um die Starlink-Satelliten von SpaceX zu zerstören. Diese seien ein legitimes militärisches Ziel, nachdem SpaceX den Zugang für russische Truppen eingeschränkt habe.

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