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Unterstützung für Gaza? Segler von „Global Sumud Flotilla“ erklärt offen: „Es ging nicht um Hilfe“

Unterstützung für Gaza? Segler von „Global Sumud Flotilla“ erklärt offen: „Es ging nicht um Hilfe“
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Berlin/New York – Ein Anti-Israel-Aktivist, der mit der umstrittenen Gaza-Flottille unterwegs war, hat nach seiner Rückkehr offen eingeräumt: Im Mittelpunkt der Aktion stand nicht etwa humanitäre Hilfe, wie oft behauptet und ungeprüft übernommen wird, sondern die direkte Konfrontation mit Israels Armee. Das würde vielleicht die Verletzungen erklären, mit denen Mitglieder der Gruppe in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind.

Der New Yorker Anti-Israel-Aktivist Rosa/Rudy Martinez sagte nach der Landung in den USA in einem Instagram-Video: „Ich habe das Gefühl, dass in den Medien oft fälschlicherweise dargestellt wird, es handele sich um eine Art humanitäre Hilfsmission. Ich finde, das vereinfacht ein bisschen, was wir eigentlich tun.“ Dann erklärt Martinez offen, dass die Flottille hauptsächlich die direkte Auseinandersetzung mit den israelischen Streitkräften motiviert habe. „Die israelischen Besatzungstruppen direkt auf See zu konfrontieren“, das sehe er als „historische Verantwortung“. So wolle man „Aufmerksamkeit“ auf Gaza lenken.

Israels Regierung sieht die Aktionen seit Jahren kritisch. Sicherheitsbehörden werfen Organisatoren und Teilnehmern vor, politische Provokationen unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe zu inszenieren. Außerdem hat die Regierung laut einem Bericht der „Jerusalem Post“ Erkenntnisse zu Verbindungen zwischen den Anti-Israel-Aktivisten und der Terrororganisation Hamas.

Volker Beck: Flottille „als PR-Stunt angelegt“

Martinez’ Worte werfen ein Schlaglicht auf die Heimgekehrten und wie sie in den Medien auftreten: Während z. B. die deutsche Anti-Israel-Aktivistin Nesrin Z. bei der Ankunft in Istanbul mit medizinischer Halskrause auf einer Trage lag und mit Leidensmine Interviews gab, schien sie kurz darauf bei der Landung in Deutschland körperlich fit und vor allem: voll bewegungsfähig.

Volker Beck (65, Grüne), Präsident der deutsch-israelischen Gesellschaft, zu BILD: „Die Flottille war von Anfang an als PR-Stunt angelegt.“ Die Israelis hätten einen Fehler gemacht, „indem sie mit Ben Gvirs verachtungswürdiger und gewalttätiger Inszenierung Zweifel daran gesät haben, ob alle Gewalt, die im Übrigen angewendet wurde, auch eine Berechtigung hatte“. Aber, so Beck weiter: „Das ändert jedoch nichts daran, dass es insgesamt eine Inszenierung war: Es ging den Aktivisten nicht um Hilfe für Gaza, sondern um eine Delegitimierung Israels.“ Jeden Bericht, der „abenteuerliche Behauptungen“ enthalte, sollte man daher „genau prüfen“.

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