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Wie der Iran-Krieg unseren Sommer beeinflusst

Wie der Iran-Krieg unseren Sommer beeinflusst
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Berlin – In einem Monat beginnen die großen Ferien und der Sommerurlaub steht unter dem Druck globaler Machtpolitik. Der Iran-Krieg treibt Kerosinpreise massiv nach oben, Flüge sind deutlich teurer. Die Folge: Deutsche planen ihre Reisen um, weichen auf verlässliche Ziele aus und schauen einmal mehr auf ihr Geld. Die große Frage: Wie teuer wird jetzt unser Sommer?

Sven Liebert vom Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), stellt in BILD klar: „Die stark steigenden Preise bei Energie und Kraftstoffen und die fehlenden Kapazitäten im Luftverkehr treiben auch die Kosten für die Unternehmen und in der Folge die Urlaubspreise in die Höhe“.

Das gelte u.a. fürs Flugticket, eigene Anreise mit KfZ, „aber auch fürs Essen in unseren Restaurants oder Hotels“. Fest steht: „Auch wenn unsere Unternehmer nicht alle Preissteigerungen weitergeben, hat der Krieg direkten Einfluss auf unseren Urlaub“, so Liebert.

„Jeder Tag kostet Urlauber Geld“

Der BTW-Generalsekretär fordert deshalb die Bundesregierung auf, „aktiv alles zu tun, um eine Befriedung mit herbeizuführen“. Denn: „Jeder Tag kostet uns Wachstum und den Urlauber Geld. Und schlimmstenfalls unternehmerische Existenzen oder die Möglichkeit, sich seinen Urlaub leisten zu können“. Das müsse „dringend verhindert werden“, so Liebert.

Ein Trend zeichnet sich ab: Aus dem „Fernweh-Sommer“ wird „Nearcation“ – der Urlaub in der Nähe. Auto-Ziele statt Türkei-Trip, Ostsee statt Rotes Meer. Ist der Krieg eine Chance für den Inlandstourismus? Es gäbe eine Buchungstendenz „zu mehr Reisen im Inland“, sagt Liebert.

Verunsicherung der Gäste zu spüren

Dabei sei eine Verunsicherung der Gäste zu spüren. „Für alle, die sich ihren Urlaub nicht nehmen lassen wollen, bietet Deutschland eine schnelle Erreichbarkeit und ein solides Preis-Leistungsverhältnis“, so der Tourismus-Experte.

Und weiter: „Wichtig für uns als Tourismuswirtschaft wäre jetzt, dass die Regierung unsere Betriebe klar entlastet. Sonst haben wir durch die steigenden Preise trotz dieser Chance für den Inlandstourismus nicht einen Euro mehr in der Kasse“.

Welcher Urlaub ergibt am meisten Sinn?

Wohin geht die Reise diesen Sommer? „Gerade in eher unsicheren Zeiten bietet es sich an, mit einer Pauschalreise ein ‚Rundum-sorglos-Paket‘ zu buchen“, empfiehlt Liebert. Damit sei man „abgesichert und kann seinen Urlaub genießen“. Alternativ bietet auch Deutschland „eine starke Angebotsvielfalt von Strand bis Bergen. Vielleicht ist genau jetzt die Chance Neues zu entdecken“.

Starke Saison erwartet

Ferienhausvermieter in Deutschland erwarten laut einer Umfrage von „Holidu“ eine starke Saison. 92 Prozent rechnen mit stabiler oder steigender Belegung. Heike Müller, Reiseexpertin des Ferienhaus-Portals, zu BILD: „Das Angebot bleibt groß, aber die Nachfrage ebenfalls. Wer auf eine bestimmte Region oder Ferienzeit angewiesen ist, sollte möglichst früh buchen.“ Und weiter: „Wir beobachten eine leichte Zunahme an kurzfristigen und innerdeutschen Buchungen“, so Müller.

Strände-Top-10: Gut erreichbar und günstig

BILD wollte von Holidu wissen: Welche strandnahen Unterkünfte, die krisensicher mit dem Auto erreichbar sind, sind jetzt am günstigsten?

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