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50 Personen gehen in Stade aufeinander los: Massenschlägerei beim Fußballtraining

50 Personen gehen in Stade aufeinander los: Massenschlägerei beim Fußballtraining
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Stade (Niedersachsen) – Am Freitagabend eskalierte bei einem Fußballtraining ein Streit, der in einer Massenschlägerei zwischen zwei Personengruppen endete. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an der Berufsbildenden Schule an. Es gab mehrere Schwerverletzte, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. Um weitere Ausschreitungen zu vermeiden, postierte die Polizei sogar Streifenwagen vor der Klinik.

Um kurz vor 22 Uhr gingen mehrere Notrufe über eine Auseinandersetzung vor dem Schulgebäude in der Glückstädter Straße in Stade (Niedersachsen) ein. Zwei Gruppen von insgesamt 40 bis 50 Leuten sollen laut Polizei beim Fußballtraining in einer Sporthalle aneinandergeraten sein. Als einer der Beteiligten Pfefferspray versprüht haben soll, eskalierte die Situation und die Männer gingen aufeinander los.

Mehr als 30 Polizisten im Einsatz

Die Polizei löste Großeinsatz aus, 16 Streifenwagen wurden alarmiert. Auch 30 Polizisten der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg rückten an. Vor der Schule entdeckte die Polizei mehrere Personen mit blutverschmierter Kleidung. Hinter der Sporthalle wurden weitere verletzte Personen gefunden. Die Rettungsleitstelle rief einen Massenanfall von Verletzten aus. Sechs Rettungswagen sowie zwei Notarztfahrzeuge waren im Einsatz. In einem extra eingerichteten gesicherten Bereich versorgten Helfer die Verletzten und brachten sie in Krankenhäuser.

Mindestens eine Person erlitt nach BILD-Informationen eine stark blutende Kopfverletzung, angeblich durch Schläge mit einer Dachlatte. Weitere Männer hatten Schnittverletzungen. Polizeisprecher Daniel Kraus zu BILD: „Es geht hier nicht um eine Auseinandersetzung zwischen Mannschaften. Der Grund für den Streit ist Gegenstand der Ermittlungen.“ Bei den Beteiligten handelt es sich um Männer im Alter von 20 bis 36 Jahren, die alle in Stade wohnen. Es soll sich um Syrer und Kurden handeln. Aus Sicherheitsgründen postierte die Polizei mehrere Streifenwagen an den Krankenhäusern.

Immer wieder Auseinandersetzungen in Stade

Erst im Juni und Juli sorgte die sogenannte „Bronx von Stade“ bei der Polizei für viele Einsätze. Es wurden extra Kräfte der Bereitschaftspolizei aus anderen Teilen Niedersachsens angefordert. Dreimal gab es gewalttätige Auseinandersetzungen – beteiligt waren jeweils zwischen 100 und 150 Personen. Die Polizei musste in einem Fall danach das örtliche Krankenhaus schützen. Auf Initiative von Landrat Kai Seefried gab es im Rathaus einen Sicherheitsgipfel. Die Polizeipräsidentin ordnete an, dass Kräfte der Bereitschaftspolizei rund zwei Monate Präsenz zeigten.

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