Im Berliner Wahlkampf hat SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach entschlossene Maßnahmen gegen das Kultur- und Wirtschaftszentrum Russisches Haus in Berlin gefordert und das Thema in Bezug zur Enteignungsdebatte mit der Linken gesetzt. Die Schließung des Kultur- und Wirtschaftszentrums wird wegen möglicher Sanktionsverstöße und wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine schon länger gefordert.
Das Russische Haus werde vor allem für Propaganda genutzt, ohne jeden Mehrwert für den freien kulturellen und wissenschaftlichen Austausch und sollte boykottiert werden, teilte Krach mit. Zudem ließ sich der SPD-Politiker vor der Einrichtung in der Friedrichstraße mit einem Pappschild in der Hand fotografieren. Darauf steht »Hier können wir enteignen, liebe Linke! Seid ihr dabei?«. Das Bild veröffentlichte er auf Instagram und der Plattform X.
Die Veröffentlichung des Plakats steht im Kontext des Streits zwischen SPD und Linken um Enteignungen von Immobilienkonzernen. Die Bundesvorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, hatte diese Maßnahme zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung in Berlin gemacht. Krach sprach sich dagegen aus und teilte mit, die Linke müsse dann alleine in Berlin regieren.