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Deutsche Bahn: ICE verpasst Halt und fährt an hessischer Stadt vorbei

Deutsche Bahn: ICE verpasst Halt und fährt an hessischer Stadt vorbei
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Fulda (Hessen) – Bahn-Panne am späten Sonntagnachmittag auf der Strecke von München nach Berlin! Der ICE 596 fuhr einfach an einem der planmäßigen Haltebahnhöfe vorbei und musste mehrere Minuten später einen unplanmäßigen Stopp einlegen – mit Unannehmlichkeiten für mehrere Fahrgäste.

Eigentlich sollte der voll besetzte ICE nach dem Start um 12.45 Uhr in der bayerischen Landeshauptstadt unter anderem in Stuttgart, Frankfurt/Main, Erfurt und Leipzig halten – doch eine kleinere Stadt hatte der Lokführer offenbar nicht auf dem Schirm: Fulda (65.000 Einwohner) in Hessen.

Schaffnerin machte Durchsage im ICE

Zufällig saß auch eine Reporterin der Deutschen Nachrichtenagentur in dem Zug der Deutschen Bahn. Sie berichtet von einer Durchsage der Schaffnerin. Demnach habe sie es nicht mehr rechtzeitig geschafft, den Lokführer zu informieren, dass er hätte halten müssen. Ein Bahnsprecher erklärte hingegen, der Triebfahrzeugführer habe den Halt versehentlich vergessen. „Wir bitten alle Fahrgäste ausdrücklich um Entschuldigung“, heißt es weiter.

Statt in Fulda stoppte der ICE 596 dann im rund 18 Kilometer entfernten Hünfeld. Alle Bahnkunden, die nach Fulda wollten, mussten dort aussteigen und mit einem Regionalzug zurückfahren. Weil der Fernzug für den Bahnsteig dort zu lang war, wurden die Türen der 1. Klasse auf dem Kleinstadtbahnhof nicht geöffnet. Von der Panne Betroffene könnten laut Bahn eine Entschädigung beantragen.

Auch andere Bahnhöfe wurden schon ignoriert

Dass ein ICE seinen planmäßigen Halt vergisst, kommt häufiger vor. In den vergangenen zwei Jahren wurden entsprechende Fälle unter anderem aus Straubing, Uelzen und Bitterfeld-Wolfen bekannt. Ein besonders unrühmlicher Dauerbrenner ist Wolfsburg: Dort rauschten ICE-Züge seit 2011 immer wieder trotz geplanten Halts durch den Bahnhof. 2022 war bereits von mindestens acht Fällen die Rede. 2024 passierte es erneut.

Und die Panne am Sonntag war nicht der erste Zwischenfall auf der Fahrt von München nach Berlin. Rund eine Stunde zuvor, in Frankfurt, kam es zu einer 15-minütigen Verspätung. Der Grund: Mehrere Wagen waren überfüllt. Das Zugpersonal forderte die Fahrgäste deshalb auf, sich im vorderen Zugteil zu verteilen, bevor die Fahrt fortgesetzt werden konnte.

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