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Deutsche Mode-Kette insolvent: So viele Filialen machen dicht

Deutsche Mode-Kette insolvent: So viele Filialen machen dicht
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Maritime Freizeitmode ist ihr Markenzeichen. Doch auch bei hochwertigen Hoodies, T-Shirts und Jacken sitzt das Geld vieler Kunden nicht mehr so locker. Jetzt hat es die Mode-Kette Adenauer & Co. erwischt: Das Unternehmen ist insolvent. Unter der Marke werden künftig noch 41 Filialen in Deutschland, Spanien und Österreich betrieben. Besonders bekannt sind die stylischen Geschäfte auf den Nord- und Ostseeinseln Sylt, Föhr, Fehmarn und Juist.

Um das Unternehmen im laufenden Betrieb zu sanieren, stellte Firmengründer Andreas Adenauer, Enkel des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik, bereits am 15. Mai einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Düsseldorf. Die Löhne der rund 200 Mitarbeiter waren daher bis Ende Juli durch das Insolvenzgeld gesichert. Am 1. August wurde dann das endgültige Verfahren eröffnet – und eine Lösung für den Einzelhändler ist in Sicht.

Das sagt der Chef der Mode-Kette

„Für unsere Kunden und Franchisenehmer ändert sich während der Sanierungsphase auch nach Verfahrenseröffnung praktisch nichts“, erklärt Andreas Adenauer in einer Mitteilung. Und weiter: „Der Warenverkauf läuft ganz normal und in vollem Umfang dort weiter, wo wir auch Unterstützung unserer Partner erhalten.“

Die Gründe für die Insolvenz

Hinter der Insolvenz soll allerdings nicht nur die Kaufzurückhaltung stecken, sondern auch Betrug! Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche hatte Adenauer in die Produktion in der Türkei investiert. Dort sei es zu Veruntreuungen gekommen. Die Mode-Kette soll einen Schaden im mittleren einstelligen Millionenbereich erlitten haben.

So viele Mitarbeiter müssen gehen

Unterstützt wird Adenauer vom Generalbevollmächtigten Dr. Franz Zilkens von der Rechtsanwaltskanzlei Voigt Salus. Der Sanierungsexperte zu BILD: „Es werden vier Einzelhandelsgeschäfte geschlossen, wobei zwei Filialen in Bonn und München bereits lange vor dem Verfahren gekündigt waren und jetzt ohnehin ausliefen. Im Rahmen des Verfahrens und im Rahmen der Sanierung werden zusätzlich zwei Einzelhandelsgeschäfte und drei Outlets geschlossen. Es verbleiben damit 41 Filialen.“

Aber auch Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. „Über die unterschiedlichen Gesellschaften haben wir 32 Kündigungen aussprechen müssen“, sagt Dr. Zilkens.

Wie es für das Unternehmen weitergeht

Der Rechtsanwalt ist optimistisch, dass die Mode-Kette Adenauer & Co. erhalten bleibt: „Übernahmeverhandlungen und Sanierung sind praktisch abgeschlossen. Wir werden den Abschluss sehr kurzfristig bekannt geben. Ich denke, dass wir noch in dieser Woche den Vertragsschluss mitteilen können.“ Und weiter: „Es gibt verbindliche Übergangslösungen, die gemeinsam mit dem größten Franchisenehmer der BK-Retail-Gruppe verhandelt werden.“ Die Sanierungsmaßnahmen sollen Ende Oktober abgeschlossen sein.

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