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DFB: „Nur einen Satz im Hinterkopf“: Bundesliga-Keeper hofft auf Anruf von Jürgen Klopp

DFB: „Nur einen Satz im Hinterkopf“: Bundesliga-Keeper hofft auf Anruf von Jürgen Klopp
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Köln – Bundestrainer Jürgen Klopp (59) elektrisiert nicht nur die Fans. Er sorgt auch in der Bundesliga für neue Hoffnung bei den Stars und Talenten. Köln-Keeper Marvin Schwäbe (31) erklärt im großen BILD-Interview offen, dass er auf seine zweite DFB-Chance und einen Anruf von Klopp hofft und verrät, warum er trotz seines Kapitäns-Amtes seine FC-Zukunft weiter offen lässt.

BILD: Sie sind neuer und alter Köln-Kapitän, wurden gleich in der ersten Woche vom Trainer im Amt bestätigt. Waren Sie selbst überrascht?

Marvin Schwäbe (31): „Nicht direkt überrascht. Aber ich freue mich einfach darüber, dass ich im letzten durchaus komplizierten Jahr scheinbar nicht ganz so viel verkehrt gemacht habe und er das Amt mit mir gut ausgefüllt sieht.“

Kann die Torhüter-Position ein Problem sein?

„Natürlich weiß ich, dass das immer wieder thematisiert wird. Aber dabei wird meistens vergessen, dass es bei einem Kapitän längst nicht nur um das Verhalten und die Möglichkeiten auf dem Platz geht. Da sind alle Führungsspieler gefragt und es spielt nicht die Rolle, ob ich 10 Meter weiter hinten stehe. Es geht vielmehr auch darum, was in der Kabine und rund um die Mannschaft passiert und gebraucht wird.“

Ist es schwerer, bei einem Auf-und-Ab-Klub wie dem FC mit allen Krisen Kapitän zu sein?

„Mir persönlich fehlt natürlich der Vergleich. Aber klar, beim FC und in der Stadt ist sicher einiges emotionaler als anderswo. Das macht es am Ende ja aber auch aus. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, dass hier vielleicht ein paar mehr Themen auf den Tisch kommen.“

Macht einen das Amt auch nach so vielen Profi-Jahren noch stolz?

„Ja – zu 100 Prozent! Am Anfang hatte ich schon Respekt vor der neuen Verantwortung, der Aufgabe, die auch damit verbunden ist, dass man mehr im Fokus steht, anders bewertet wird und auch schneller in der Kritik stehen kann. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Es geht darum, nach außen hin und intern zu zeigen, dass man da ist – für den Verein, für die Mannschaft, für die Fans. Man ist eine Identifikationsfigur. Das will man als Sportler.“

Darum lässt Schwäbe seine FC-Zukunft offen

Sind Sie denn da? Ihr Vertrag läuft bis 2027. Aber bleiben Sie auch zu 100 Prozent beim FC? Es schien zuletzt immer wieder so, dass auch ein Wechsel noch denkbar sei?

Schwäbe: „Das ist aktuell kein Thema, mit dem ich mich beschäftige. Mein Fokus liegt gerade nur auf der Vorbereitung.“

Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung gab es also bislang noch nicht?

„Nein. Aber für mich zählt aktuell auch nur, dass ich meine Leistung bringe und alles andere kommt dann.“

Ist auch denkbar, dass Sie Ihre Karriere irgendwann in Köln beenden?

„Im Fußball ist alles möglich. Ich habe nie einen Hehl draus gemacht, dass wir uns als Familie am Standort Köln wohlfühlen und nach fünf Jahren natürlich auch eingelebt haben. Für mich gibt es in der Hinsicht keinen Grund, zu sagen, dass ich etwas anderes machen will.“

Aber?

„In den letzten drei, vier Jahren ist auch viel passiert. Wenn man nach dem Abstieg plötzlich Nummer 2 ist, dann zeigt das, dass man es nicht immer nur in der eigenen Hand hat. So hart es klingt und so sehr einem das Herz dann auch blutet, muss man im Fußball flexibel bleiben. Aktuell fokussiere ich mich aber nur darauf, hier gute Leistungen zu bringen.“

3 Jahre nach Flick wieder DFB-Hoffnung

Wie wichtig ist die Perspektive für die eigene Zukunfts-Planung? Ein Karriere-Endspurt im Abstiegskampf kann ja sicher nicht das Ziel sein?

„Ich bin Anfang 30. Natürlich habe ich für mich selbst Ambitionen und Ziele. Ich hoffe, dass ich in 6 bis 8 Jahren irgendwann nach hinten blicken und sagen kann, ich habe das Maximale rausgeholt aus meiner Karriere. Deswegen wünsche ich mir natürlich, dass wir in Zukunft so hoch wie möglich spielen und so ambitioniert wie möglich zu Werke gehen. Trotzdem wissen wir, wo wir aktuell stehen und dass wir jetzt erstmal schauen müssen, dass wir die nötigen Punkte holen und uns in der Liga etablieren.“

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„Ich habe nur einen Klopp-Satz im Hinterkopf. Er sagte bei seiner Vorstellung: Alle Spieler mit deutschem Pass sollten sich ranhalten. Heißt: Ich halte mich ran! (Lacht) Natürlich ist das weiterhin ein Traum, gerade wenn man schon mal auf Abruf war. Das ist jetzt zwei Trainer her. Am Ende zählt aber auch da nur Leistung.“

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