Hauptnachrichten

Die zurzeit meistgesuchte Waffe Berlins: Wo ist die Machete des CSD-Terroristen?

Die zurzeit meistgesuchte Waffe Berlins: Wo ist die Machete des CSD-Terroristen?
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Berlin – Eine Machete ist die zurzeit meistgesuchte Waffe Berlins. Mit ihr hackte Abdul Ballout (21) am 25. Juli auf feiernde CSD-Besucher im Berliner Tiergarten ein, nachdem er zuvor mit einem weißen Citroën-Transporter in die Menschenmenge gerast war. 31 Menschen wurden verletzt, eine Mutter aus Polen (65) starb. Der Terrorist wurde von der Polizei erschossen. Die Machete blieb spurlos verschwunden.

Es war gegen 22 Uhr, als der in Berlin geborene 21-Jährige mit libanesischen Wurzeln mit dem Miet-Transporter in den Ahornsteig im Großen Tiergarten raste. Und die bis dahin friedliche und bunte Feier von hunderttausenden CSD-Besuchern in schieres Grauen verwandelte. Der tonnenschwere Kastenwagen pflügte durch die Menschenmenge, bis er gegen einen Baum prallte. Dann stieg der Islamist aus und griff mit der Machete an.

Taucher suchen im Goldfischteich nach Mordwaffe

Seither wird fieberhaft nach der Machete gesucht. Stundenlang durchstöberten die Einsatzkräfte der 36. Einsatzhundertschaft am 28. Juli das weitläufige Parkgelände. In langen Reihen durchkämmten sie Seite an Seite Wald und Unterholz.

Mit Stangen stocherten die Polizisten durch dichtes Gestrüpp und schwer einsehbare Stellen. Auch Polizeitaucher halfen bei der Suche nach dem Buschmesser. Unter anderem stiegen sie in den Goldfischteich Venusbassin gegenüber der Amazone zu Pferd. Auch sie fanden: nichts.

In der Kleingartenanlage in Berlin-Spandau, in der der Terrorist sich nach der Tat versteckte, ebenfalls keine Spur von der Machete. Dort ging er am Tag nach dem Anschlag mit einer Stichwaffe auf Polizisten los. Sie eröffneten das Feuer, die Kugeln verletzten Ballout tödlich. Doch die Klinge war offenkundig nicht die gesuchte Machete.

Leere Macheten-Scheide in Transporter

Eine BILD-Anfrage beim Generalbundesanwalt zum aktuellen Stand der Ermittlungen blieb am Samstag unbeantwortet. Im Citroën-Transporter fanden die Ermittler zwar Ballouts Handy mit einem Video vom Tattag, in dem er sich zum IS bekennt. Doch von der Mordwaffe nur die leere Scheide. Die Suche muss also weitergehen.

Vielleicht verpasst