Politik

Fordert er Klingbeil heraus?: Hubertus Heil deutet Kandidatur für SPD-Vorsitz an

Fordert er Klingbeil heraus?: Hubertus Heil deutet Kandidatur für SPD-Vorsitz  an
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Berlin – Bekommt Lars Klingbeil plötzlich Konkurrenz aus den eigenen Reihen? Ex-Arbeitsminister Hubertus Heil bringt sich für den SPD-Vorsitz ins Spiel! Auf die Frage, ob er beim Sonderparteitag im Januar antreten könnte, sagte Heil am Sonntag in der ARD: „Ich kann es nicht ausschließen, dass ich antrete.“ Dann schob er vielsagend hinterher: „Wir werden jetzt miteinander sprechen.“

Eine Kampfansage an Parteichef und Finanzminister Lars Klingbeil? Heil versucht, genau diesen Eindruck zu vermeiden. Es gehe ihm nicht darum, sich von Klingbeil abzugrenzen. Entscheidend sei, „dass die SPD wieder stärker wird und erkennbar ist“.

Ob Heil tatsächlich kandidiert, wolle er davon abhängig machen, welchen Kurs die SPD in den kommenden Wochen einschlägt. Klar ist: Der frühere Arbeitsminister will die schwarz-rote Bundesregierung nicht ins Wanken bringen. Die SPD müsse Verantwortung übernehmen und kompromissfähig bleiben. Heil: „Diese Regierung darf nicht scheitern, sie muss liefern.“

Mächtige SPD-Männer für Klingbeil

Gleichzeitig warnte er die Koalitionspartner vor „markigen Ankündigungen“. Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz fordert eine Senkung der Stromsteuer. CSU-Chef Markus Söder verlangt einen steuerlichen Ausgleich für die kalte Progression. Finanzminister Klingbeil hält beides wegen der angespannten Haushaltslage für schwierig.

Brisant: Heil, Klingbeil, SPD-Fraktionschef Matthias Miersch und Verteidigungsminister Boris Pistorius stammen alle aus Niedersachsen. Miersch und Pistorius haben sich bereits für eine Wiederwahl Klingbeils ausgesprochen. Heil gehörte von 2018 bis 2025 der Bundesregierung als Arbeits- und Sozialminister an. In seine Amtszeit fielen der Ausbau von Sozialleistungen und die Einführung des Bürgergeldes.

Vielleicht verpasst