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Insolvenz: Vermietung für Wohnmobile macht komplett dicht

Insolvenz: Vermietung für Wohnmobile macht komplett dicht
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München – Diese Insolvenz ist bitter für Urlauber, die beim betroffenen Unternehmen ein Wohnmobil gebucht haben. Bekannt ist die Firma noch viel mehr Menschen aus vergangenen Anmietungen. Wer sich jetzt auf Urlaub mit einem Camper von Vanever gefreut hat, steht plötzlich ohne Fahrzeug da. Denn das Unternehmen macht komplett dicht.

Die FreeVenture GmbH aus München, Betreiberin der Camper-Vermietung Vanever, hat den Antrag auf Insolvenz gestellt. Der Geschäftsbetrieb wurde zum 16. August eingestellt. Seitdem werden Fahrzeuge nicht mehr an Kunden übergeben. Vanever verfügte zuletzt über 428 Wohnmobile an zwölf Standorten in Deutschland und Österreich. 35 Mitarbeiter, davon 27 in den eigenen Stationen, sind von der Insolvenz betroffen.

Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren stark auf Wachstum gesetzt. Doch die Nachfrage brach ein. Die Gründe dafür, laut Geschäftsführer Philipp Jacke: „Mit dem Ausbruch des Iran-Kriegs, stark steigenden Kraftstoffpreisen und einer allgemeinen wirtschaftlichen Eintrübung veränderte sich das Buchungsverhalten der Kunden im Frühjahr 2026 erheblich.“

Deshalb muss das Unternehmen dichtmachen

Statt eigene Fahrzeuge zu erwerben, mietete Vanever die Camper selbst saisonal an. Der wichtigste Fahrzeuglieferant des Unternehmens ist ein Zusammenschluss mehrerer Camper-Hersteller. Doch der hat Ende Juli wegen offener Forderungen den Vertrag gekündigt. Die Krux: Ohne dessen Fahrzeuge kann Venever keine Wohnmobile mehr an Kunden ausgeben.

Kunden erhalten keine Autos mehr

Die meisten Urlauber hatten ihre Reise bereits bezahlt. „Dabei handelt es sich um etwa 700 bis 1000 Buchungen“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf G. Pohlmann (52) von der Kanzlei Pohlmann Hofmann zu BILD. Trotzdem erhalten diese Kunden kein Wohnmobil mehr. „Mir ist bewusst, dass diese Situation für viele Kunden in der laufenden Urlaubssaison eine ganz erhebliche Belastung bedeutet. Das ist eine blöde Situation. Dennoch ist die Einstellung des Betriebs die einzig rechtlich zulässige und wirtschaftlich verantwortungsvolle Entscheidung“, so der Insolvenzverwalter weiter zu BILD.

Das passiert mit bereits gezahlter Miete

Wer direkt bei Vanever gebucht und per Überweisung vorab bezahlt hat, kann seine Forderung erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Insolvenzverwalter anmelden. Ob diese Kunden ihr Geld zurückbekommen, ist aber fraglich. Kunden, die per Kreditkarte oder PayPal in Vorkasse gegangen sind, sollen sich laut Insolvenzverwalter sofort an den Anbieter ihres Zahlungsmittels wenden und versuchen, die Zahlung rückgängig zu machen. Beste Chancen, noch etwas von ihrem Geld wiederzusehen, sollen Kunden haben, die über Check24 gebucht haben, da die Kundengelder dort geparkt sein sollen.

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