Es geht nicht mehr anders. Europa muss zur Festung werden. Starke Außengrenzen, mit noch mehr Zäunen, Stacheldraht und Abschreckung. Ansonsten bauen wir uns die Mauern nur mitten in unseren Alltag. Und verlieren so Stück für Stück das, was Europa ausmacht.
Wie irreguläre Migration völlig eskalieren kann, sieht man in Ceuta. Die Bilder aus den letzten Tagen sind verstörend. Ein Massenansturm von Migranten, etwa 60.000 Menschen, erreichte die spanische Grenzstadt. Weitere versuchten es in Melilla, der zweiten spanischen Exklave.
Wir sollten das als Warnung sehen. Denn es ist längst nicht vorbei. Wer behauptet, wir müssten irreguläre Migration hinnehmen, sogar Menschen aus Ceuta aufnehmen, verkennt naiv die Folgen – macht sich geradezu zum Gehilfen derjenigen, die Europa durch Migration und Desinformation destabilisieren wollen.
Einwanderung in den Wohlstand
Denn das waren keine „Flüchtlinge“. Das waren auch keine „Migrant*innen“. Sondern wieder einmal fast ausnahmslos junge Männer, die glauben, sie müssten nur eine Grenze übertreten und würden so ihren ungeliebten Lebensumständen entkommen. Instrumentalisiert mutmaßlich von Marokko. Würde sich jeder mit einer ähnlichen Lebenslage zu uns aufmachen, wären das keine Zehntausende mehr, die an Europas Toren stehen. Sondern Millionen.
Europa erscheint ihnen als blumiges Versprechen: Sicherheit, Wohlstand, Sozialsysteme. Was sie nicht sehen: Dass die Europäer viel dafür geschuftet haben. Dass Rechtsstaatlichkeit, Bildung, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht vom Himmel gefallen sind. Sie sehen nicht die Aufopferung voriger Generationen.
In Marokko herrscht kein Krieg. Es ist ein sicherer Herkunftsstaat mit keiner Chance auf Asyl. In Marokko macht man sogar Urlaub. Die jungen, männlichen Ceuta-Migranten haben die Pflicht, selbst etwas aus ihrem Land zu machen. Und sich nicht egoistisch woanders in ein gemachtes Nest zu setzen.
Der Preis falscher Migration
Nehmen wir die Wirtschaftsmigranten der Welt zu uns auf, sind wir irgendwann selbst arm und instabil. Wir sehen doch ständig, was falsche Zuwanderung anrichtet.
In Trier erstach ein Afghane vor Kurzem einen Studenten mit einem Küchenmesser auf einem Fußgängerweg. In München vergewaltigten zwei Syrer eine 18-Jährige nach einem Clubbesuch unweit des Hauptbahnhofs. Nahe Würzburg wurde ein Mann mit Israel-Anstecker an der Kleidung von einem Syrer brutal zusammengeschlagen.
Geht man zeitlich ein klein wenig zurück oder blickt in andere europäische Länder, wartet auch da das Grauen: Im Januar umklammerte ein Mann aus dem Südsudan an einer Hamburger U-Bahn-Station aus dem Nichts eine ihm unbekannte 18-Jährige und riss sie vor einen einfahrenden Zug. Sie hatte keine Chance. In Belfast versuchte ein Asylbewerber aus dem Sudan auf offener Straße, einem Mann den Kopf abzuschneiden. Solche Taten sollte es auf unserem Kontinent nicht geben.
Wir sind talentiert darin, schnell zu vergessen. Aber es ist schon längst keine Frage mehr, ob, sondern wann und wo die nächste blutrünstige Tat passiert. Es trifft Weihnachtsmärkte, Züge, Stadtfeste, Kindergartengruppen, Gewerkschaftsdemos, Kundgebungen auf dem Marktplatz oder einfach Passanten auf öffentlichen Plätzen. Und es leiden besonders diejenigen unter der falschen Zuwanderung, denen wir doch versprochen haben, sie zu schützen: Frauen, Juden, Schwule, Lesben. Sie werden besonders verachtet von Islamisten und Freiheitshassern.
Poller statt Freiheit
Unsere Art zu leben hat sich bereits verändert. Wir verwandeln unser eigenes Land Schritt für Schritt in eine Sicherheitszone. Rund um Weihnachtsmärkte stehen jetzt Poller und Betonblöcke. Es gibt Messerverbotszonen, Taschenkontrollen und mehr Polizeipräsenz. Stadtfeste werden abgesagt, weil Sicherheitspersonal und Barrieren fehlen oder schlicht zu teuer sind. Es geht so weit, dass europäische Staaten ihre Bürger dazu anhalten, im Alltag wegen der Terror-Gefahr möglichst wachsam zu sein. Und nach jedem Anschlag, wie jetzt in Berlin, folgt wie stets dieselbe politische Routine: noch mehr Rechte für die Polizei, ein noch härteres Strafrecht, neue Sicherheitsmaßnahmen. Ich kann das alles nicht mehr hören.
Die Wahrheit ist doch: Wir rüsten innerhalb des Landes hoch, weil wir außerhalb Europas nicht konsequent genug sind. Unsere Freiheit, die wir eigentlich schützen wollen, schränken wir so immer weiter ein. Deshalb geht es nicht mehr anders. Europa muss eine Festung werden. Starke Außengrenzen, mit noch mehr und massiveren Zäunen, Stacheldraht und Abschreckung. Social-Media-Kampagnen mit dem Signal: Hier kommt keiner mehr rein. Aus Selbstschutz, damit Europa nicht in Zukunft an seiner gutgemeinten Offenheit endgültig zugrunde geht.