Es ist in diesen Tagen nicht einfach, dem Kanzler zuzustimmen. Doch Russland und Putin nach den Bomben-Drohnen von Leipzig endlich beim Namen zu nennen, ist nur konsequent.
Denn wer gerade mit Milliarden die Bundeswehr zur größten europäischen Streitmacht aufbaut, darf nicht vor einer Drohne aus Moskau kuschen. Wer das zu lange macht, muss eines Tages Raketen aus dem Osten abfangen. Angst ist im Umgang mit Kriegstreibern der schlechteste Ratgeber.
Merz geht ein Risiko ein – Moskau wird reagieren. Damit hält er sich aber schlicht an seinen Eid, Schaden von Deutschland abzuwenden. Würde er weiter herumdrucksen, ginge Moskaus Strategie der Verunsicherung auf. Gegen die Tricksereien des Ex-Geheimdienstlers Putin helfen nur klare Ansagen und Taten.
Bleibt zu hoffen, dass der Kanzler mit seiner außenpolitischen Härte nicht seine momentane innenpolitische Schwäche kaschieren will. Dafür ist die Lage zu ernst.