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Lego: YouTuber Reckless Ben will Sammlung aufspüren

Lego: YouTuber Reckless Ben will Sammlung aufspüren
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Provo (USA) – Er baute auf Lego, um seine Familie finanziell abzusichern. Jahrzehntelang sammelte der heute 83-jährige Ed Mansell seltene Star-Wars-Sets. Doch als deren Verkauf anstand, verschwanden Teile des Schatzes unter ungeklärten Umständen. Ein YouTuber wollte den Fall lösen. Stattdessen trat Reckless Ben (30, bürgerlich Benjamin Schneider) aber einen Internet-Krimi los, der Millionen Zuschauer fesselt – und ihn sogar hinter Gitter bringen könnte.

Begonnen hatte alles 2023. Eds Gesundheitszustand verschlechterte sich. Um die Rechnungen zu zahlen, brachte sein Sohn Bryan die Sammlung in eine Filiale von „Bricks & Minifigs“ (BAM). Die Kette betreibt Hunderte Geschäfte für neue und gebrauchte Lego-Produkte in den USA. Die Vereinbarung: Der Laden verkauft die Sets gegen Provision, Eigentümer bleibt die Familie.

Rätsel um Lego-Schatz bei „Bricks & Minifigs“

Ende 2024 folgte der Knall. Die Filiale wechselte den Betreiber. Als die Familie die übrigen Modelle und Erlöse zurückforderte, waren nach ihren Angaben große Teile verschollen. Einer aktuellen Schätzung zufolge war die Kollektion rund 107.000 Dollar (etwa 93.000 Euro) wert. Je nach Berechnung könnten der Familie noch Ansprüche von 50.000 bis 82.000 Dollar (etwa 44.000 bis 71.000 Euro) zustehen. Wie hoch der Schaden tatsächlich ist, bleibt umstritten.

Dann klinkte sich Benjamin Schneider (30) ein. Als „Reckless Ben“ hat er mehr als 1,6 Millionen YouTube-Abonnenten und ist für investigative Recherchen bekannt. Monatelang sprach er mit Beteiligten, sichtete Unterlagen und konfrontierte Verantwortliche. Im Mai 2026 veröffentlichte er erste Erkenntnisse. Ben wirft BAM vor, den Verbleib der verschwundenen Bestände zu verschleiern. Das Unternehmen widerspricht seinen Darstellungen.

YouTuber Reckless Ben landet vor Gericht

Mit der Zeit eskalierte der Fall. Ben organisierte Protestaktionen, tauchte an Unternehmensstandorten auf und machte weitere Videos, um Druck auszuüben. Schließlich geriet er selbst ins Visier der Behörden und wurde mehrmals festgenommen. Zudem verklagte ihn BAM. Zu den öffentlich bekannten Vorwürfen zählen unter anderem Stalking, gezielte Protestaktionen vor einem Wohnhaus, Hausfriedensbruch und störendes Verhalten. Laut Ben sollen ihm in einem Verfahren bis zu 15 Jahre Haft drohen. Die Anschuldigungen weist er zurück.

Was genau mit allen Lego-Sets und Erlösen geschah, ist bis heute ungeklärt. Während Familie Mansell weiter auf Entschädigung hofft, liefern sich Ben und BAM einen erbitterten Streit vor Gericht und auf YouTube. Derzeit läuft eine Mediation. In den Strafverfahren sind weitere Termine für August und September angesetzt.

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