Teheran/Peking – US-Präsident Donald Trump (80) nennt Chinas Staatschef Xi Jinping (73) einen „engen Freund“. Doch diese Entwicklung dürfte ihn gewaltig wurmen: Laut Medienberichten will China dem Iran beim Ausbau seiner Luftabwehr massiv unter die Arme greifen – während Trump in der Nacht zu Donnerstag neue Angriffe auf den Mullah-Staat befohlen hat.
Peking soll Teheran bis zu 400 schultergestützte Flugabwehrraketen liefern, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Großauftrag hat demnach ein Volumen von 60 bis 70 Millionen Dollar. Verkauft werden sollen MANPADS-Systeme der Typen QW-12 und FN-16. Die Führung in Teheran will offenbar jene Schwächen der Luftabwehr ausgleichen, die sich im Krieg gegen die USA offenbart haben. Abgewickelt werden soll das Geschäft nicht direkt, sondern über eine Firma in Hongkong.
China dementiert den Waffen-Deal
Die kommunistische Führung in Peking wies die angeblichen Pläne zurück. Das Außenministerium bezeichnete den Bericht als „vollständig unbegründet“ und versicherte, China setze sich für Frieden und ein Ende des Konflikts ein. Auch aus dem Iran gab es zunächst keinen Kommentar zu dem hochbrisanten Rüstungsgeschäft. Die Waffen sollen laut dem Bericht über eine geheime Route durch Pakistan in den Iran gelangen.
Die Raketen könnten das Kräfteverhältnis verändern. Nach der weitgehenden Zerstörung der iranischen Flugabwehr verfügen die USA derzeit praktisch über Lufthoheit. US-Kampfpiloten müssen kaum noch Beschuss fürchten. Tragbare Systeme könnten amerikanische Jets zumindest im Tiefflug jedoch wieder bedrohen. Sie lassen sich von kleinen Teams einsetzen, schnell verlegen und sind schwerer zu zerstören als stationäre Luftabwehrbatterien. Die QW-12 und FN-16 sind infrarotgelenkte Boden-Luft-Raketen gegen Drohnen, Hubschrauber und tieffliegende Flugzeuge.
China als neuer Iran-Unterstützer?
Der mögliche Deal zeigt, dass Iran seine Militärbeziehungen zu China offenbar verstärkt. Auch der Kauf weiterer chinesischer Waffen soll im Gespräch sein, darunter Anti-Schiffs-Marschflugkörper. Die Entwicklung gilt als alarmierend: Nach Russland wäre China die nächste Großmacht, die das Mullah-Regime militärisch unterstützt.
Gleichzeitig breitet sich der Krieg immer weiter aus – zuletzt mit einer möglichen Drohnenattacke auf einen Flüssiggas-Frachter in Ägypten. Der Konflikt droht Trump zunehmend zu entgleiten. Und seine Freundschaft mit Xi könnte rasch belastet sein.