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Nach dem Hitze-Sommer: Bauern wollen Sofortprogramm wegen mieser Ernte

Nach dem Hitze-Sommer: Bauern wollen Sofortprogramm wegen mieser Ernte
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Köln/Berlin – Hitze und Trockenheit haben den deutschen Bauern zugesetzt, die Ernte 2026 fällt ernüchternd aus. Besonders der Weizen enttäuschte, der Raps brachte einen schlechten Ertrag. Diese Bilanz zog Joachim Rukwied (64), Präsident des Deutschen Bauernverbands. Es gibt aber auch ein paar positive Signale: So soll die Pflaumen- und Zwetschgenernte mit 49.300 Tonnen um mehr als elf Prozent höher ausfallen als im Zehn-Jahres-Durchschnitt.

Bauernpräsident Joachim Rukwied zog bei RTL und ntv eine bittere Erntebilanz für das Jahr 2026. „Wir haben nur eine unterdurchschnittliche Ernte einfahren können. Insbesondere hat der Weizen enttäuscht und der Raps hat einen ganz schlechten Ertrag gebracht“, sagte Rukwied am Dienstag. Auch der Regen könne nicht mehr viel retten: „Dort, wo die Trockenschäden – und das gibt es insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern – stark ausgeprägt sind, beispielsweise beim Mais, da wird der Regen nicht mehr helfen.“

Getreideernte unter Durchschnitt

Der Bauernverband rechnet mit einer unterdurchschnittlichen Getreideernte von 41,9 Millionen Tonnen, sieben Prozent weniger als im Vorjahr (2025: 45,2 Mio. Tonnen). Bei Kartoffeln zeichnet sich ein mittleres bis unterdurchschnittliches Ergebnis ab. Die Apfelernte blieb mit 934.000 Tonnen um 5,4 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Aber: Die Pflaumen- und Zwetschgenernte wird mit 49.300 Tonnen um 5100 Tonnen (11,5 %) höher ausfallen.

Laut Rukwied belasten aber nicht niedrige Erträge und niedrige Preise allein die Landwirte. „Das Preisniveau ist nicht wirklich kostendeckend. Und hinzu kommt dann auf der anderen Seite die starke Belastung durch Betriebsmittelkosten, wie beispielsweise Energie, Diesel, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel. Alles ist sehr teuer“, gibt der Bauernpräsident zu bedenken.

Sofortprogramm der Bundesregierung gefordert

Rukwied forderte ein Sofortprogramm von der Bundesregierung: „Zum einen das Aufstocken der Düngemittelhilfe. Da hat die EU für Deutschland 60 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das kann auf bis zu 180 Millionen aufgestockt werden, das erwarten wir.“ Darüber hinaus sollten die Landwirte auch bei den Treibstoffpreisen entlastet werden.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (61, CSU) hat den Bauern Hilfe zugesichert. Das gehe aber erst dann, wenn belastbare Daten vorliegen, sagte Rainer im ZDF-„Morgenmagazin“.

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