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Nach Matildas Tod – neue Zahlen enthüllen: Diese Hunderassen beißen am häufigsten zu!

Nach Matildas Tod – neue Zahlen enthüllen: Diese Hunderassen beißen am häufigsten zu!
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Ein Mädchen ist tot, ein Hund ist schuld. Und wieder diskutiert Deutschland über gefährliche Tiere. Der Fall der kleinen Matilda (†4), totgebissen von einem American Staffordshire Terrier, zwingt wie fast jedes Jahr zur Frage: Wie gefährlich sind sogenannte Kampfhunde wirklich? Die Antwort: Sie sind die gefährlichsten Hunde – aber nicht die einzigen, die zubeißen.

Große Hunde beißen besonders oft

Das zeigt etwa ein Blick auf die Zahlen des Landwirtschaftsministeriums NRW. Erst im Mai veröffentlichte das Haus die gemeldeten Fälle, in denen Hunde einen Menschen bissen (im Beamtendeutsch: „Beißvorfälle“). Auffällig: Am häufigsten (1093-mal) schnappten 2025 „große Hunde“ ab 40 Zentimeter Schulterhöhe oder 20 Kilo Gewicht zu – und nicht solche, die im Landeshundegesetz als „gefährliche Hunde“ (22-mal) oder „Hunde bestimmter Rassen“ (33-mal) bezeichnet werden.

Als „großer Hund“ gilt in NRW zum Beispiel ein Deutscher Schäferhund. Als gefährlich gelten u. a. Pitbull Terrier und American Staffordshire, „Hunde bestimmter Rassen“ sind etwa Rottweiler und American Bulldog.

„Gefährliche Hunde“ sind tatsächlich eine Gefahr

Dass große Hunde am häufigsten zubeißen, bedeutet jedoch nicht, dass gefährlich genannte Hunde weniger gefährlich sind. Das wird klar, wenn man die Bisse ins Verhältnis zur Zahl der gesamten Hunde setzt. Im Hundeland NRW lebten 2025 rund 612.000 große Hunde, aber nur 5893 gefährliche Hunde und 7867 Hunde bestimmter Rassen. Die reinen Bisszahlen zeigen also nicht, welche Rassen wirklich häufig zubeißen.

In den vergangenen zehn Jahren waren Pitbull Terrier demnach eben doch besonders auffällig. 2025 gab es bei 357 registrierten Tieren sieben Beißvorfälle mit verletzten Menschen. Das Land spricht deshalb von einer „relativen Beißhäufigkeit“ von 1,96 Prozent. Im Klartext: Pro 100 Pitbulls kam es zu knapp zwei Bissen – der Höchstwert aller Hunde. Der Zehn-Jahres-Schnitt liegt bei 0,66 – immerhin noch der höchste Wert in der Gruppe der gefährlichen Hunde in Nordrhein-Westfalen.

Zum Vergleich: Bei den großen Hunden waren Kangals (0,94 Prozent) und Belgische Schäferhunde (Malinois, 0,84 Prozent), jeweils pro 100, die auffälligsten im Jahr 2025. Absolut gesehen bissen Deutsche Schäferhunde letztes Jahr am häufigsten zu (rund 10 Prozent aller Beißvorfälle, insgesamt 111). In den vergangenen zehn Jahren waren Presa Canario/Dogo Canario (0,78 Prozent) am auffälligsten.

Hunde beißen seltener zu

Insgesamt gab es bei gefährlichen Hunden und Hunden bestimmter Rassen zuletzt tendenziell weniger Vorfälle. Bei den gefährlichen Hunden zählte das Land 2023 und 2024 je 24 Beißvorfälle mit Verletzungen beim Menschen, 2025 waren es 22. Gleichzeitig sank die Zahl der registrierten Hunde von 6239 auf 5893 – laut Ministerium der niedrigste Stand seit Einführung des Landeshundegesetzes. Ähnlich lief es bei Hunden bestimmter Rassen. Ihre Zahl ging von 8827 auf 7867 Tiere zurück. Die Zahl der Beißvorfälle blieb zunächst nahezu unverändert: 46 Fälle in den Jahren 2023 und 2024, erst 2025 sank sie auf 33.

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