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Sachsen-Anhalt: Das sagt Ulrich Siegmund von der AfD zur Russen-Tasse

Sachsen-Anhalt: Das sagt Ulrich Siegmund von der AfD zur Russen-Tasse
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Klein Wanzleben – Die Russen-Tasse von AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider (48) wird zum Wahlkampf-Thema in Sachsen-Anhalt! Der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, äußerte sich auf BILD-Nachfrage bei einem Wahlkampftermin in Klein Wanzleben zu der Debatte – und stellte sich demonstrativ hinter Tillschneider. ,,Wer das für die Problemlage aktuell in Deutschland erachtet, der sollte sich selbst mal fragen, ob er vielleicht nicht selber alle Tassen im Schrank hat“, erklärte Siegmund.

Nachdem BILD-Vize Paul Ronzheimer den Fanartikel bei einem Termin im Büro des AfD-Strategen entdeckt hatte, hatte es große Empörung über die offensichtliche Sympathie in der Rechtsaußen-Partei für die Kreml-Armee gegeben. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze schaltete sich ein – mit scharfer Kritik. Bei WELT (gehört wie BILD zu Axel Springer) sagte er: „Wer sowas offen zeigt, der will sowas auch.“

Man könne der AfD nicht vorwerfen, dass sie nicht sage, was sie wolle. „Ich will die russische Armee nicht wieder auf unserem Boden stehen haben.“ Ministerpräsident Schulze, der auch Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl am kommenden Sonntag ist, geht aber noch weiter. In einem Gespräch mit „Spiegel“-Autor Markus Feldenkirchen (50) sagte er, Tillschneider mache mit dem Ausstellen der Tasse quasi Werbung für die russische Armee.

Der Amtsinhaber redet sich über die Tasse regelrecht in Rage: „Und dann kommt – weil Herr Ronzheimer sich in dem Metier sehr gut auskennt – jemand, der sagt ‚Hey, was ist das?‘. Und dann wird Herr Tillschneider gleich kleinlaut. Und nicht nur kleinlaut (…), es gibt sogar gerichtlich oder per Anwalt die Vorgabe, dass man darüber nicht sprechen soll.“

AfD-Mann wollte Ausstrahlung verhindern

Tatsächlich forderte der Vize-Chef der AfD in Sachsen-Anhalt Ronzheimer auf, die Tasse nicht anzusprechen: „Jetzt hören Sie mit dieser blöden Tasse auf.“ Kurz nach Beendigung der Dreharbeiten in seinem Büro versuchte Tillschneider per Anwalt, die Veröffentlichung der Aufnahmen, die in seinem Büro entstanden sind, zu untersagen.

„Das ist doch die Gefahr, die von Herrn Siegmund (AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, d. Red.) ausgeht“, sagt Schulze. „Diese Menschen um ihn herum! Herr Tillschneider ist nicht irgendjemand, Herr Tillschneider ist derjenige, der das Wahlprogramm der AfD geschrieben hat.“

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