Köln (NRW) – Vier Menschen sind am Montagabend durch Schüsse und Stiche verletzt worden, nachdem ein Streit zwischen mehreren Personen in Köln eskaliert war. Nach BILD-Informationen handelte es sich um eine Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien. Dabei wurde scharf geschossen, auch Stichwaffen kamen zum Einsatz.
Die Polizei raste gegen 22 Uhr mit einem Großaufgebot in die Berliner Straße in Köln. Auf dem Gelände einer Tankstelle im Stadtteil Mülheim lagen zwei Verletzte, zwei weitere Personen lasen Rettungskräfte rund 200 Meter entfernt vor einem Kiosk auf. Die Tatorte wurden weiträumig abgesperrt, Ermittler sicherten zahlreiche Spuren und befragten Zeugen.
Polizei bewacht Verletzte in Klinik
Die vier teils schwer Verletzten wurden in umliegende Kliniken gebracht. Nach BILD-Informationen sind sie vorläufig festgenommen. Sie werden demnach vor Ort von Beamten der Polizei am Krankenbett bewacht. Zwei hatten Schussverletzungen, zwei Stichverletzungen erlitten. Ob es sich bei ihnen selbst auch um Täter handelt, ist noch unklar.
Streit zwischen Großfamilien
Wie BILD erfuhr, handelte es sich bei der brutalen Tat nach derzeitigen Erkenntnissen um eine Auseinandersetzung zwischen Angehörigen zweier Großfamilien. Die Ursache soll vermutlich in einem Sexualdelikt in der jüngeren Vergangenheit liegen. Einzelheiten dazu sind noch nicht bekannt.
Eine noch unbekannte Anzahl weiterer Tatbeteiligter soll noch auf der Flucht sein, womöglich auch die bewaffneten Schützen. Die Polizei fürchtet nach BILD-Infos, dass es zu weiteren Auseinandersetzungen kommen könnte. Auch Bezüge zur Rocker- und Clankriminalität würden noch geprüft.
Aktuell gehen die Ermittler von versuchten Tötungsdelikten aus. Noch in der Nacht hatte die Polizei mitgeteilt, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestanden habe. Die Ermittlungen dauern an.
Erst am Freitag waren Schüsse gefallen
Erst am Freitagabend waren in Köln bereits Schüsse gefallen. Im Stadtteil Vingst hatte ein Unbekannter auf einen E-Scooter-Fahrer gefeuert. Der Fahrer blieb vermutlich unverletzt. Er flüchtete, so auch der Schütze mit einem Komplizen. Vor einem Kiosk fand die Spurensicherung mehrere Patronenhülsen. Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchter Tötung. Zudem wurden Anfang Juni mehrere Schüsse auf einen Kölner Döner-Imbiss abgefeuert. Auch hier liegen die Hintergründe jeweils noch im Dunkeln.