Der August verabschiedet sich mit einem blitzenden Finale und leitet das letzte offizielle Sommerwochenende mit einem echten Dramaqueen-Auftritt ein: alles oder nichts! Das Wetter zeigt sich seit Monaten von seiner extremen Seite – und daran ändert sich auch am Freitag nichts. Starke Regenfälle mit teils stundenlangen Gewittern beenden die knochentrockene Sonnenschein-Phase endgültig.
Nachdem schon gestern heftige Unwetter gewütet hatten, zeigt sich heute ab Mittag: Das war keine kurze kalte Dusche, das geht so weiter. Immer großflächiger kommen die Niederschläge im ganzen Land runter. Was da passiert, ist Folgendes, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber BILD: „Eine Kaltfront schwenkt von West nach Ost über Deutschland und räumt die heiße Luft nach und nach ab.“
Wo Gewitter mit Starkregen drohen
Die Gewitter bringen örtlich die volle Palette: Starkregen mit Sturzflutgefahr, Hagel und Sturmböen. Klimatologe Dr. Karsten Brandt beschreibt das Wetter gegenüber BILD: „Besonders im Nordwesten sind mehrstündiger, teils gewittriger Starkregen und vereinzelt Unwetter möglich.“ Betroffen sind Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Kollege Jung prognostiziert die höchste Unwettergefahr zusätzlich im Südosten, weil dort die feuchtheiße Luft am längsten liegen bleibt. Dazu ist es bewölkt. Wenn die Regenfronten durchgezogen sind, kühlt es auf 17 bis 24 Grad ab.
Die Unwetter ziehen in diese Richtung
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht für manche Regionen „lokales Unwetterpotenzial“ – also vorsichtshalber besser die Warnmeldungen checken, bevor man das Haus verlässt. Die Gewitterzone zieht gegen Abend Richtung Nordosten, erreicht Mecklenburg-Vorpommern und sorgt auch hier für kräftige Schauer. Allerdings sind die Küstenregionen im Osten nicht der Starkregen-Hotspot. Aber nach den trockenen Monaten sind Landwirte, Gärtner und Pilzsammler dankbar für jeden Tropfen.
Kommt der Sommer noch einmal zurück?
Der äußerste Osten bleibt dagegen völlig verschont, die Temperaturen könnten hier sogar die 30-Grad-Marke knacken, sagt Jung. Die Sonne lässt sich das ganze Wochenende kaum blicken. Doch ist der Sommer damit ganz vorbei? Möglicherweise kehrt er im Herbst noch einmal zurück. Das deuten jetzt zumindest einige Wettermodelle an.