Moskau/Kiew – Diese sechs Putin-Bomber werden wohl nicht mehr abheben! Die Ukraine hat auf dem Militärflugplatz Borissoglebsk im russischen Gebiet Woronesch gleich vier russische Kampfbomber vom Typ Suchoi Su-34 zerstört. Zwei weitere Flugzeuge dieses Typs wurden beschädigt. Die Flugzeuge werden zum Abwurf von Gleitbomben genutzt, mit denen unter anderem ukrainische Städte terrorisiert werden.
In der Nacht kursierten in sozialen Netzwerken Fotos von Bränden auf dem Gelände. Unabhängig überprüfen ließen sich die Aufnahmen zunächst nicht, aber auch russische Militärblogger berichteten von dem Angriff und Schäden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) feierte den Angriff auf X. „Ich danke den Soldaten der ukrainischen Marine für ihre Präzision!“, erklärte der Präsident. Auch ein Standort in der russischen Region Orjol wurde getroffen, der zur Lagerung und zum Start von Angriffsdrohnen genutzt wird. Selenskyj: „Das sind unsere gerechtfertigten Antworten auf Russlands gesamten Terror gegen die Ukraine.“
Bei der Attacke kamen laut Armeeangaben ukrainische „Neptun“-Marschflugkörper zum Einsatz. Diese Waffe trägt einen rund 150 Kilo schweren Gefechtskopf und wird normalerweise gegen Schiffe eingesetzt. Der angegriffene Flugplatz liegt mehr als 340 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernt.
Su-34 werden unter anderem eingesetzt, um Gleitbomben gegen ukrainische Ziele abzuwerfen. Dabei werden die Bomben mit Flügelkonstruktionen versehen und aus großer Höhe sowie großer Entfernung abgeworfen. So können russische Piloten angreifen, ohne unmittelbar in die Reichweite der gegnerischen Flugabwehr fliegen zu müssen.
200 Gleitbomben pro Tag
Nach Angaben der Ukraine setzt Russland im Schnitt rund 200 solcher Gleitbomben pro Tag gegen Ziele in der Ukraine ein. Sechs Su-34-Ausfälle könnten die Angriffe der russischen Armee deutlich einschränken. Laut dem Open-Source-Portal „oryx“ hat Russland seit Kriegsbeginn 66 Su-34 verloren.
Seit Februar 2022 verteidigt sich die Ukraine gegen die russische Großinvasion. Russland kommt dabei an der Front seit Jahren nur langsam voran.