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Unterstützung für Olympia: Israels Botschafter macht Deutschland Mut

Unterstützung für Olympia: Israels Botschafter macht Deutschland Mut
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Berlin – Bis zu dieser Wahl sind es noch 48 Tage: Berlin, München oder Rhein-Ruhr? Noch halten sich im Land Skepsis und Begeisterung die Waage beim Ringen um Olympia. Aber ausgerechnet Israels Botschafter Ron Prosor (67) macht den Deutschen jetzt Mut: „Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland wären ein starkes Zeichen. Nicht trotz seiner Geschichte, sondern gerade wegen seiner Geschichte“, so der Diplomat in einer Videobotschaft.

Entscheidung nach den Wahlen

Am 26. September, knapp eine Woche nach den letzten Landtagswahlen des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) über den Zuschlag für eine der drei Bewerberregionen. Hamburg ist schon ausgestiegen – beim Referendum Ende Mai stimmten 55,1 Prozent mit Nein.

Warum ein starkes Zeichen? Botschafter Prosor: „Als israelischer Botschafter sage ich das mit voller Überzeugung, denn die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland zeigen, wie aus dieser Verantwortung Vertrauen und Freundschaft entstehen können. Deutschland steht für Freiheit, Sicherheit und Demokratie. Darum unterstütze ich die nationale Bewerbung. Für den Sport, für den Zusammenhalt und für die Kraft gemeinsamer Werte.“

Trotz 1936 und Terror-Anschlag in München 1972

Auf ein bestimmtes Olympia-Jahr – 2036, 2040 oder 2044 – legt sich Prosor nicht fest. Eine Austragung genau 100 Jahre nach den Nazi-Propaganda-Spielen (1. bis 16. August 1936) ist umstritten. Damals lebten in Deutschland noch etwa 400.000 Juden (unter 1 Prozent). Sie waren vom Staatsdienst ausgeschlossen, Geschäfte wurden boykottiert, Ehen mit „Deutschblütigen“ waren verboten. Zum Schein ließ die NS-Führung für die Olympischen Spiele kurzzeitig antisemitische Hetzplakate abhängen.

Aber auch die Spiele 1972 in München waren überschattet: Acht schwer bewaffnete palästinensische Terroristen (unter dem Namen „Schwarzer September“) überfielen die israelische Mannschaft. Elf Sportler und Betreuer starben bei der Geiselnahme und dem Befreiungsversuch.

Botschaft neben dem Berliner Bären

Botschafter Prosor präsentiert seine Olympia-Botschaft neben einem Berliner Bären – ein dezentes Zeichen für seinen persönlichen Favoriten? Berlins Innensenatorin Iris Spranger sieht Rückenwind: „Berlin als weltoffene, demokratische, vielfältige Hauptstadt und Regierungssitz will aus tiefer Überzeugung heraus Gastgeberin werden.“ Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet Mitte 2029 zunächst über die Vergabe für 2036.

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