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USA setzen Ölsanktionen gegen Iran wieder in Kraft

USA setzen Ölsanktionen gegen Iran wieder in Kraft
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Washington/Teheran – Die USA verschärfen den Druck auf den Iran: Washington hat die erst vor gut zwei Wochen gelockerten Sanktionen auf iranische Ölexporte wieder in Kraft gesetzt. Dies teilte das US-Finanzministerium mit. Auslöser ist eine erneute Eskalation in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Dort wurden am Dienstag innerhalb weniger Stunden drei Schiffe beschossen.

Nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO ereigneten sich die Angriffe vor der Küste Omans und der Vereinigten Arabischen Emirate. Ein Flüssigerdgastanker wurde im Maschinenraum getroffen und geriet in Brand. Zwei weitere Schiffe wurden beschädigt, konnten ihre Fahrt jedoch fortsetzen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Zu den Angriffen bekannte sich zunächst keine Seite. Iranische Staatsmedien erklärten allerdings, der angegriffene Tanker habe Flüssiggas aus Katar transportiert und Warnungen ignoriert. Katar machte Teheran später öffentlich für den Angriff verantwortlich und sprach von einer „inakzeptablen Attacke“ auf die internationale Schifffahrt und die globale Energiesicherheit.

60-Tage-Lizenz für iranisches Öl beendet

Die nun widerrufene 60-Tage-Lizenz war Teil eines vorläufigen Deals zwischen den USA und dem Iran. Sie sollte begrenzte iranische Ölexporte ermöglichen und gleichzeitig den Weg für weitere Verhandlungen über ein umfassenderes Abkommen ebnen. Ein Vertreter der US-Regierung bezeichnete die jüngsten Angriffe als „völlig inakzeptabel“ und warnte den Iran vor Konsequenzen. Gleichzeitig betonte er, dass die Gespräche über eine dauerhafte Einigung zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms und eine langfristige Entspannung trotz der neuen Spannungen fortgesetzt würden.

Märkte reagieren auf Eskalation

Die Entscheidung aus Washington ließ die Finanzmärkte nicht kalt. Die Ölpreise legten nachbörslich deutlich zu. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Sorte WTI verteuerten sich zeitweise um mehr als drei Prozent. Händler und Investoren befürchten, dass sich die Lage in der Straße von Hormus weiter zuspitzen könnte. Die Meerenge zwischen Iran und Oman zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt: Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls wird hier transportiert.

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