Als müsste ER noch irgendjemandem etwas beweisen. Auf dem Spielfeld weinte Superstar Cristiano Ronaldo (41) nach dem dramatischen Achtelfinal-Aus in der Nachspielzeit gegen Spanien bittere Tränen. Die unglaublich erfolgreiche Karriere des fünfmaligen Weltfußballers wird also nicht mit einem WM-Titel gekrönt. Schon vor dem Spiel hatte Ronaldo angekündigt, dass das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada seine letzte Weltmeisterschaft sein wird.
In der Mixed Zone vor dem Verlassen des Stadions in Dallas legte der Portugiese dann einen trotzigen Auftritt hin, der für Verwunderung sorgte. Er betonte, dass seine Ära die erfolgreichste in der Geschichte des Landes gewesen sei. Ronaldo: „Ich habe drei Titel mit Portugal gewonnen. Vor Cristiano hatte Portugal noch nie einen großen Titel gewonnen. Der größte war die Europameisterschaft 2016, das hat für mich die gleiche Bedeutung wie die Weltmeisterschaft.“ Auch wenn es in dem Augenblick nicht zwingend den Anschein machte, stellte Ronaldo klar, dass er mit sich im Reinen sei: „Ich werde morgen genauso aufwachen wie heute: mit gutem Gewissen. Ich habe alles gegeben.“
Ronaldo: „Ich bin traurig“
Bezüglich seiner Zukunft in der portugiesischen Nationalmannschaft sagte Ronaldo: „Es war meine letzte Weltmeisterschaft, ja, aber was den Rest angeht: Es wird Zeit zum Nachdenken geben, Zeit, mit meiner Familie zusammenzusein. Ich werde keine Entscheidungen in der Hitze des Gefechts treffen.“ Mit enttäuschter Miene fügte er hinzu: „Ich bin traurig, so abzutreten, aber ich habe alles gegeben, immer mein Bestes gegeben. Ich gehe mit gutem Gewissen. So ist Fußball, so ist das Leben eines Fußballers. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Man muss weitermachen.“
Vor Portugals Ausscheiden hatte Ronaldo mit einem Doppelpack gegen Usbekistan dafür gesorgt, dass er der einzige Spieler ist, der jemals bei sechs Weltmeisterschaften ein Tor erzielt hat.