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WM 2026: Was das Klopp-Geheimtreffen in New York für die Bayern bedeutet

WM 2026: Was das Klopp-Geheimtreffen in New York für die Bayern bedeutet
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Hatten wir uns nicht alle auf New York im Juli gefreut? Also auf ein WM-Finale am kommenden Sonntag mit deutscher Beteiligung? Naja, knapp daneben... Stattdessen wurde 36 Kilometer vom Endspiel-Stadion entfernt das deutsche Fußball-Schicksal entschieden – in einem New Yorker Flughafenhotel.

Jürgen Klopp und der DFB sind sich einig, dass sie es zusammen angehen wollen bis zur WM 2030. Jetzt muss nur Klopps bisheriger Arbeitgeber Red Bull seine Freigabe erteilen, damit dem schlappen DFB-Adler wieder Flügel verliehen werden.

Klopp ist Umfragen zufolge der Wunsch-Bundestrainer der Deutschen. Wird seine Verpflichtung auch die Macht-Statik im deutschen Fußball verändern? Kurze Rückblende: Mit Dortmund holte Klopp zweimal die Meisterschale und den DFB-Pokal in einem – besonders in München – unvergessenen 5:2-Finale gegen die Bayern. Mit BVB-Boss Aki Watzke bildete er die Männer-Traumfreundschaft der Liga.

Nach dem ersten Titelgewinn 2011 schliefen sie schampus-selig gemeinsam in einer verlassenen Lagerhalle ein und hatten Mühe, am nächsten Morgen wieder wegzukommen. Eine solche Nacht verbindet fürs Leben. Als DFB-Vize führte Watzke, den sie alle „Kanzler“ nennen und einige vielleicht sogar gerne als Kanzler hätten, die ersten Vorgespräche mit Freund Jürgen.

Bei der Verhandlung in New York saß er mit DFB-Präsident Neuendorf am Tisch und verzog sich in den Pausen mit Klopp vor die Tür. Wie mein Kollege Torsten Rumpf in den 4:14 Stunden vor Ort beobachten konnte, ging es unter vier Augen spürbar emotional zu. Vielleicht auch nur wegen des schlechten Getränkeservices im Konferenzraum …

Auf das Trio Klopp, Sportdirektor Rudi Völler und Watzke (nennen wir es mal KVW) kommt es nun bei der Wiederauferstehung der Nationalmannschaft an. Fällt Ihnen auf, dass keiner der Beteiligten einen Hauch FC-Bayern-Vergangenheit hat? Das war bei Klopps Vorgängern Flick und Nagelsmann noch ganz anders.

Bayern halten sich zurück

Ob man deshalb so zurückhaltend beim Rekordmeister reagiert? Keine Kritik, aber ebenso wenig öffentlich geäußerte Begeisterung über die Bundestrainer-Personalie. Hallo, Bayern, bitte melden!

Auch wenn beim DFB jetzt mehr der BVB zu regieren scheint: An einigen Bayern-Spielern wird Klopp nicht vorbeikommen. Tah! Karl! Musiala (wenn er wieder der ,Alte’ wird)! Kimmich? Da wird schon allein die Nationalelf-Kapitänsfrage spannend. Urbig? Im deutschen Tor ist jetzt alles offen...

Jürgen Klopp ist übrigens nicht der erste Bundestrainer made in New York. 2004 flog der damalige DFB-Präsident Mayer-Vorfelder in geheimer Mission dorthin, um mit Jürgen Klinsmann – ebenfalls in einem Flughafenhotel – den DFB-Job klarzumachen. 2006 folgte die unvergessliche Heim-WM mit Platz drei. Hoffen wir, dass Klopp ein Sommermärchen-Onkel wird wie Klinsi.

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