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Bitte nicht anfassen!: Flugbegleiter packen über Passagiere aus

Bitte nicht anfassen!: Flugbegleiter packen über Passagiere aus
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Washington (USA) – Betrunkene Passagiere? Das war gestern. Für Flugbegleiter ist heute ein ganz anderes Problem viel größer: Passagiere, die einfach nicht die Finger bei sich lassen können. Sie tippen Crew-Mitglieder an der Schulter an, kneifen oder begrapschen sie sogar. Das weltweite Problem ist inzwischen so groß, dass die Flugbegleiter eine klare Botschaft haben.

„Es ist selten geworden, dass so etwas nicht passiert“, sagte Michelle Montez. Die erfahrene Flugbegleiterin aus Austell (USA) kümmert sich seit 20 Jahren um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Passagiere an Bord eines Flugzeugs. Im „Jumpseat Chronicles Podcast“ ließ sie ihrem Ärger freien Lauf – zusammen mit ihren Kollegen Joshua Boyd und Darion Foy.

Unerwünschte Berührungen während des Fluges

Alle drei machten deutlich: Die unerwünschten Berührungen sind mehr als kleine Ärgernisse. Viele Kollegen können es „nicht ausstehen“, von Fluggästen angefasst zu werden, sagte Foy. Es sei „verrückt“, wie oft diese Berührungen inzwischen passieren. Foy verriet: Er sei im Flugzeug selbst schon von Passagieren in den Hintern gekniffen worden, um seine Aufmerksamkeit zu erregen.

Offenbar würden manche Reisende immer noch glauben, dass Flugbegleiter zu rufen so funktioniert wie Zimmer- oder Restaurantservice. „Aber man würde normalerweise ja auch nicht die Kellnerin antippen, um etwas zu bestellen“, sagte Sam Wilkins, Flugbegleiter bei Southwest Airlines, gegenüber der „Washington Post“. Die Crew-Mitglieder weisen auf eine einfache Lösung hin: „Lassen Sie Ihre Hände bei sich.“ Und: „Man muss nur reden.“ Passagiere können Flugbegleiter ansprechen, wenn sie etwas benötigen.

Aufnäher mit klarer Ansage

Doch auch Reden helfe manchmal nicht: So werde Passagieren seit Jahren gesagt, den Rufknopf über den Sitzen nur bei Bedarf zu nutzen – und trotzdem drücken viele ihn häufiger als nötig. Boyd merkte in dem Podcast allerdings an, dass es ihm lieber sei, wenn die Passagiere die Ruftaste drückten, als dass sie ihn in irgendeiner Weise berührten.

Denn während manche Passagiere ein kurzes Antippen der Schulter für harmlos halten, überschreitet das eine Grenze und verletzt die Privatsphäre der betroffenen Flugbegleiter. Einige Kabinenbesatzungen tragen deshalb jetzt Aufnäher oder Anstecknadeln mit der Aufschrift „Nicht berühren“.

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