Fleurance (Frankreich) – Polizisten, Jäger, Armeeangehörige, Nachbarn, Freunde und Bekannte – sie alle suchen seit Tagen nach Lyhanna (11). Seit mehreren Tagen wird die Schülerin vermisst. Und die Sorge wächst, da das Mädchen nicht als Ausreißerin gilt: Mittlerweile kommen sogar Hubschrauber, Drohnen, Spürhunde und schweres Tauchgerät zum Einsatz. Die Behörden ermitteln wegen einer möglichen Entführung.
Seit vergangenem Freitagnachmittag ist die Schülerin aus der 6000-Einwohner-Gemeinde Fleurance im Südwesten von Frankreich verschwunden. Lyhanna hatte sich nach Schulschluss am 29. Mai 2026 nicht mehr gemeldet. Am frühen Abend verständigten ihre Eltern die Polizei.
Justiz ermittelt wegen möglicher Entführung
Eine groß angelegte Suche begann. Denn Lyhanna ist keine Ausreißerin. Laut Staatsanwältin ist das Mädchen noch nie weggelaufen. Es gebe zudem keine Anhaltspunkte dafür, dass die Elfjährige freiwillig verschwunden sei.
Stattdessen ermittelt die Justiz wegen des Verdachts auf Entführung. Nach Angaben der Staatsanwältin zeigen Aufnahmen von Überwachungskameras das Mädchen am Freitagnachmittag im Auto eines Mannes. Der 41-Jährige soll der Vater einer Freundin von Lyhanna sein. Die Polizei nahm ihn in Gewahrsam, er wurde verhört. Hierbei gab der Mann an, er habe Lyhanna auf deren Wunsch am Schwimmbad abgesetzt. Die Staatsanwältin sagte, diese Aussagen seien recht unpräzise und widersprüchlich. Zu weiteren Aussagen des Verdächtigen äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht. Laut Medienberichten wurden einige Gegenstände gefunden, die nun von Kriminaltechnikern untersucht werden.
Suche nach der Vermissten wird ausgeweitet
Die Suche nach dem vermissten Kind hält an, wird stetig ausgeweitet. Immer mehr Menschen beteiligen sich. So sind inzwischen auch Polizisten auf geländegängigen Motorrädern und Gemeindemitglieder auf Pferden unterwegs. Die Zeit drängt. Sie wollen Lyhanna finden.