Política

Flüchtlinge: Zuwanderung nach Deutschland sinkt drastisch

Flüchtlinge: Zuwanderung nach Deutschland sinkt drastisch
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Wiesbaden – Die Zuwanderung nach Deutschland geht weiter zurück. 2025 kamen deutlich weniger Menschen, als noch in den Jahren zuvor. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, lag die Nettozuwanderung im vergangenen Jahr bei rund 235.000 Menschen. Das heißt: So viel mehr Menschen zogen nach Deutschland, als wegzogen. Im Vorjahr waren es noch rund 430.000. 2022 hatte Deutschland mit 1,462 Millionen Nettozuwanderung sogar einen Höchststand erlebt.

Insgesamt registrierten die Behörden im vergangenen Jahr 1,48 Millionen Zuzüge und 1,25 Millionen Fortzüge. Die Zahl der Fortzüge ging leicht um 2 Prozent zurück. Die Zahl der Zuzüge sank gegenüber 2024 um 13 Prozent. Ein zentraler Grund laut Statistikern: Aus wichtigen Herkunftsländern von Flüchtlingen kamen deutlich weniger Menschen.

Heißt: Aus Syrien gab es 67 Prozent weniger Nettozuwanderung als 2024. Aus der Türkei und aus Afghanistan waren es jeweils 41 Prozent weniger. Auch die Nettozuwanderung aus der Ukraine lag 21 Prozent unter dem Wert von 2024. Ein weiterer Faktor: Auch aus der EU kamen weniger Menschen nach Deutschland.

Wichtig zu wissen: Flüchtlinge aus der Ukraine müssen in Deutschland keinen Asylantrag stellen. Sie erhalten automatisch ein Aufenthaltsrecht zum vorübergehenden Schutz – deshalb tauchen sie in der Asylstatistik nicht auf.

EU-Staaten: Mehr Wegzüge als Zuzüge

2025 zogen rund 54.000 Menschen mehr in andere EU-Staaten, als von dort nach Deutschland kamen. Besonders stark sank die Zahl der Zuzüge aus Polen und Bulgarien. Dagegen kamen mehr Menschen aus den Niederlanden und Rumänien. Bei deutschen Staatsbürgern blieb der Trend ebenfalls bestehen. 2025 verzeichnete Deutschland erneut einen Wanderungsverlust von 97.000 Menschen. Die meisten von ihnen zog es in die Schweiz, nach Österreich und nach Spanien.

Brandenburg gewinnt, Berlin verliert

Auch innerhalb Deutschlands waren die Menschen etwas seltener unterwegs. 2025 wurden knapp eine Million Wanderungen über die Bundeslandgrenzen erfasst. Das waren rund ein Prozent weniger als im Vorjahr. Brandenburg verbuchte mit einem Plus von 9000 Menschen den größten Wanderungsgewinn. Dahinter folgen Bayern und Schleswig-Holstein. Die größten Verluste meldete Berlin mit 12.000 Menschen, gefolgt von Thüringen und Nordrhein-Westfalen.

Puede que te hayas perdido