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Syrer wegen Angriff in ICE vor Gericht: Erst guckte er böse, dann schlug er mit der Axt zu

Syrer wegen Angriff in ICE vor Gericht: Erst guckte er böse, dann schlug er mit der Axt zu
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Regensburg (Bayern) – Aus der Fahrt zu alten Freunden wurde beinahe eine Reise in den Tod: Im ICE Hamburg–Wien griff ein Mann Fahrgäste mit Hammer und Axt an. Darunter eine syrische Familie. Als die Mutter (heute 52) sich schützend vor ihre drei Kinder (15/20/24) stellte, kostete sie das beinahe das Leben. Jetzt begegnete sie dem mutmaßlichen Angreifer wieder. Vor dem Landgericht Regensburg.

Die Attacke im ICE 91 am 3. Juli 2025 stellte sich als Tat eines psychisch kranken Mannes, nicht als politisch oder religiös motiviert, heraus. Die zuständige Staatsanwaltschaft Regensburg (Bayern) geht davon aus, dass der in Österreich abgelehnte Asylbewerber Mohamad A. (21) zur Tatzeit an einer schweren schizophrenen Erkrankung litt, schuldunfähig war. Deshalb erhob sie keine Anklage, sondern eine „Antragsschrift im Sicherungsverfahren“. Ziel: Seine unbefristete Unterbringung in einer forensischen Klinik. Denn er sei immer noch eine Gefahr für die Allgemeinheit.

Mohamad A. beobachtete syrische Familie auffällig

Laut Staatsanwaltschaft sah Mohamad A. seine ihm unbekannten Landsleute im Wagen 34 feindselig an. Er sprach den 24-Jährigen an, forderte ihn auf, nach dem Aussteigen auf ihn zu warten. Die Familie verstand nicht, was er damit wollte.

Kurz vor Straßkirchen in Niederbayern bemerkte ein 39-Jähriger, dass Mohamad A. mit einer Axt und einem Zimmermannshammer durch den Wagen lief, wählte den Notruf. Da soll Mohamad A. mit der Axt zugeschlagen haben. Stirnbeinbruch, Ohnmacht.

Angreifer schlug Mutter Axt auf den Kopf

Die syrische Mutter als Zeugin vor Gericht: „Nachdem er auf den Mann eingeschlagen hatte, dachte ich, er wolle auf mich oder meine Kinder einschlagen.“ Sie warf sich zwischen den Angreifer und ihre Kinder. Ein Axtschlag brach ihr den Schädel.

Dann habe ihr ältester Sohn den Angreifer niedergerungen: „Ich sah, wie er auf meinen Sohn einstach und dieser blutete.“ Auch ihr jüngster Sohn ging dazwischen. In einem chaotischen Gerangel gelang es den, den 21-Jährigen zu überwältigen. Sie entrissen ihm seine Waffen, verletzten ihn ihrerseits damit schwer.

Bis heute habe sie Angst, alleine Bahn zu fahren, so die Frau. Nachts könne sie schlecht schlafen. Wie schwer das Trauma immer noch ist, zeigte sich während der Aussage: Plötzlich wurde ihr schwindelig, Wachtmeister mussten sie aus dem Saal bringen.

Mohamad A. schweigt bisher vor Gericht.

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