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1. FC Köln: Kommentar: Er ist der große Gewinner im Poker um Said El Mala

1. FC Köln: Kommentar: Er ist der große Gewinner im Poker um Said El Mala
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Ich bin knapp 25 Jahre BILD-Reporter. Es ist schwer, mich im oft versauten Fußball-Geschäft zu beeindrucken.

Said El Mala hat es geschafft!

Kölns Dribbel-König verzichtet neben der Champions League trotz Gehaltsverdopplung auf mindestens 2 Millionen Euro. Wohlgemerkt, pro Jahr! Denn beim BVB hätte er rund 5 Mio. Euro verdient. In England noch weitaus mehr…

Kein Dortmund, kein Leipzig, keine Premier League. Auch wenn sich die Klubs am Ende entweder nicht einig wurden oder der FC eines der begehrtesten Talente Europas kurz vor Transferschluss nicht mehr abgeben wollte – El Mala hat nie Theater gemacht!

Dafür gebührt ihm Respekt. Es hätte auch so laufen können: kein Bock im Training. Wehwehchen hier, Zwicken da. Kurz: Streik! Aber so tickt El Mala nicht. Stattdessen rappelt er sich im Training selbst nach harten Zweikämpfen sofort wieder auf und zieht die Einheit unter Schmerzen durch. Dazu immer ein Lächeln auf den Lippen.

Der große El-Mala-Gewinner der vielen Nicht-Wechsel ist Thomas Kessler!

Der ehemalige Torwart sollte die Branche wechseln. Am Pokertisch würde er Max Kruse sicherlich mächtig Konkurrenz machen. Was hat Kessler, der erst in seine zweite Saison als Sport-Boss geht, in den letzten Wochen gezockt – und am Ende alles richtig gemacht. Zumindest aus FC-Sicht.

Goldesel wird immer fetter

Mit El Mala hat Kessler jetzt einen noch fetteren Goldesel: 5 Jahre Vertrag, keine Ausstiegsklausel, 19 Jahre jung. Kaum zu glauben, dass das bei einem Klub möglich ist, der vom internationalen Geschäft entfernt ist wie das Kölsch vom Pils. Darauf schon mal Prost! Andererseits könnte der El-Mala-Verbleib auch zum großen Booster werden. Der Hype um ihn ist riesig, wie einst zu besten Poldi-Zeiten.

Ob die fehlende Ausstiegsklausel am Ende allerdings auch El Mala zugutekommt, wird sich zeigen. Denn irgendwann muss der FC seinen Wunderjungen ziehen lassen.

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