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32 Jahre nach der Tat: Mörder von Amy Lopez muss für immer ins Gefängnis

32 Jahre nach der Tat: Mörder von Amy Lopez muss für immer ins Gefängnis
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Koblenz (Rheinland-Pfalz) – 32 Jahre lang hoffte ihre Familie auf Gerechtigkeit. Jetzt ist endlich der Moment gekommen. Der Mörder von US-Studentin Amy Lopez (24) muss bis zu seinem Lebensende ins Gefängnis. Der Vater der Toten, Robert R. (86), verfolgte bewegt die Urteilsverkündung vor dem Landgericht Koblenz und saß dem Killer Hans S. (81) dabei direkt gegenüber.

Mord verjährt nie! Das war all die langen Jahre die letzte Hoffnung der Angehörigen. US-Studentin Amy Lopez (24) reiste 1994 durch Europa, als sie auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz (Rheinland-Pfalz) missbraucht und getötet wurde. Vom Mörder fehlte jahrzehntelang jede Spur. Bis eine neue DNA-Analyse zu Killer Hans S. führte. Er wurde im Altenheim festgenommen und steht seit Mitte August vor Gericht.

Mord aus Heimtücke

Der Vorsitzende Richter Rupert Stehlin fällte das Urteil am Freitag um 11.10 Uhr: lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes! Zudem stellte das Landgericht Koblenz die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine Freilassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.

Stehlin sprach von einer „gezielt und planvoll durchgeführten Tat zur Befriedigung des Geschlechtstriebs“. Eine Milderung der lebenslangen Freiheitsstrafe kam für die Kammer nicht infrage. Die besondere Schwere der Schuld begründete das Gericht damit, dass eine vorzeitige Haftentlassung auch nach 15 Jahren unangemessen wäre.

Mit Handschellen in der Tasche suchte er ein Opfer

Rückblick: 26. September 1994. Amy Lopez hatte ihren Rucksack gepackt, wollte die Festung Ehrenbreitstein besichtigen und in einer Jugendherberge übernachten. Hans S. wohnte damals nur rund 300 Meter entfernt. Der mehrfach verurteilte Sexualstraftäter vertraute später seinem Psychiater an, dass er an diesem Tag eine Frau vergewaltigen wollte, „wenn er eine finden würde“. Ein Messer und Handschellen hatte er in der Tasche.

Amy war laut Staatsanwaltschaft ein Zufallsopfer. Er lockte sie in einen abgelegenen Raum, fesselte und missbrauchte sie. Danach stach er mit dem Klappmesser neunmal zu und schlug mit einem Stein auf sie ein. Spielende Kinder entdeckten die Leiche. Der Mörder aber war auf dem Fahrrad geflüchtet.

Er vergewaltigte Frauen – und kam immer wieder frei

Hans S. war seit den 60er Jahren polizeibekannt und wurde mehrfach wegen Vergewaltigung verurteilt. Dennoch gab es keinen konkreten Verdacht gegen ihn. Auch nicht, als er 1999 wegen versuchter Vergewaltigung einer 16-Jährigen sieben Jahre Haft bekam. Er zog danach mit Ehefrau Monika in den beschaulichen Stadtteil Koblenz-Niederberg und von dort ins Altenheim.

Keine Reue und keine Entschuldigung

Der Angeklagte hat die Tat gestanden und gilt laut Gutachter als voll schuldfähig. Doch bis zum Schluss kam von ihm kein Wort der Reue und keine Entschuldigung. Die Staatsanwaltschaft forderte im Plädoyer eine lebenslange Freiheitsstrafe mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Dadurch kann er auch nach 15 Jahren Haft nicht auf Bewährung freikommen. So urteilte auch das Gericht.

Amys Vater Robert Rimbau war Nebenkläger im Prozess. Anwältin Kathrin Kienle sagte vorab: „Der Vater ist außerordentlich dankbar für die Ermittlungsarbeit mehr als über drei Jahrzehnte hinweg. Er erhofft sich eine lückenlose Aufklärung durch das Gericht und hofft auf eine Verurteilung wegen Mordes.“

Wird er Frieden finden können, weil der Mörder seiner Tochter endlich verurteilt ist?

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