Todtnau (Baden-Württemberg) – Erneut steht ein deutscher Familienbetrieb vor einem drastischen Geschäftsumbau. Die Zahoransky AG ist ein 120 Jahre alter Maschinenbauer. Das Unternehmen ist vor allem für seine Bürstenmaschinen bekannt, mit denen u. a. weltweit alle Arten von Zahnbürsten gefertigt werden.
Insgesamt sollen bis zu 120 Jobs wegfallen. Betroffen sind sowohl die Zentrale in Todtnau (Baden-Württemberg) als auch der Standort in Freiburg. „Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf die anhaltend herausfordernden Marktbedingungen und verfolgt das Ziel, seine Kostenstruktur an die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen“, so eine Sprecherin zu BILD.
Das sagt das Unternehmen zum Stellenabbau
Jetzt gehe es darum, die „Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“ zu sichern. Die finanzielle Schieflage des Familienbetriebs sei durch die anhaltend schwierigen Bedingungen im Maschinen- und Anlagenbau entstanden. Die Sprecherin: „Die konkrete Ausgestaltung der geplanten Maßnahmen wird gemeinsam mit den Betriebsräten erarbeitet. Ziel ist es, die notwendigen Anpassungen so sozialverträglich wie möglich umzusetzen.“
Wie geht es für die Standorte weiter?
Derzeit beschäftigt Zahoransky in Deutschland 467 Mitarbeiter. Ein Abbau betrifft demnach etwa ein Viertel der Belegschaft. „Unser Ziel ist es, die Zukunft von Zahoransky und unseren deutschen Standorten nachhaltig zu sichern“, schreiben die Vorstände Heinrich Sielemann und Ric Nachtmann. Trotz der Pläne sollen die deutschen Standorte wesentliche Bestandteile der Unternehmensgruppe bleiben und gestärkt aus dem Umbau hervorgehen.
Als Hersteller von Stopfmaschinen für Bürsten gestartet, erweiterte die Zahoransky AG ihr Portfolio stetig. Heute ist die Unternehmensgruppe mit Standorten in Spanien, den USA, China und Japan international präsent.