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Jay-Z und Trump-Clan: Darum greifen US-Milliardäre nach unserem Fußball

Jay-Z und Trump-Clan: Darum greifen US-Milliardäre nach unserem Fußball
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Es hat viele überrascht, dass die US-Rap-Ikone Jay-Z (56) den Super-Transfer von Yan Diomande (19) von RB Leipzig zu Real Madrid über mindestens 125 Millionen Euro vermittelt hat. Ungefähr so, als würde Herbert Grönemeyer dem FC Bayern den nächsten Superstar besorgen.

Für den Ehemann der Sängerin Beyoncé bedeutet das einen satten, zweistelligen Millionenbetrag an Provision. Was für ihn trotzdem eher ein Nebengeschäft ist. 2,3 Milliarden Dollar hat er schon.

Immer mehr US-Milliardäre greifen nach dem Fußball in Europa, obwohl Soccer in den Staaten nach wie vor auf den großen Durchbruch wartet. Warum eigentlich?

Joshua Kushner (41), der Bruder des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, 5,2 Milliarden Dollar schwer, wollte nach Plänen von FIFA-Boss Infantino für 4,2 Milliarden Dollar 20 Prozent der Fußball-Weltmeisterschaften kaufen. Massiver Widerstand vor allem aus Europa stoppte ihn.

Stan Kroenke (79), Bauunternehmer und Besitzer mehrerer Einkaufszentren, 24 Milliarden Dollar schwer, ist seit 2018 alleiniger Besitzer von Arsenal London. Als die „Gunners“ jetzt nach 20 Jahren wieder englischer Meister wurden, trug er die Trophäe höchstpersönlich auf den Rasen. Für US-Investoren im europäischen Fußball ist er eine Art Vorbild geworden.

Für sie ist der US-Markt (zum Beispiel NFL oder NBA) inzwischen extrem teuer und stark reguliert. Dagegen gilt der europäische Markt nach wie vor als unterbewertet und deshalb als attraktiv.

50+1-Regel verhindert Investoren in Deutschland

37 Klubs in den fünf großen europäischen Top-Ligen haben mittlerweile US-Kapitalbeteiligungen. In Deutschland verhindert die 50+1-Regel den Einstieg von Investoren, nach der der Stammverein immer mindestens 50% der Stimmrechte plus eine weitere Stimme im Verein halten muss.

Kritiker dieser Regel befürchten schon seit Jahren, dass die Bundesliga in der Breite so nicht mehr konkurrenzfähig ist. Gerade für US-Investoren ist Deutschland deshalb ein weißer Fleck auf der Landkarte des Fußballs. Geld verdient bei uns im Moment nur der Rapper Jay-Z.

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