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Kommentar: Der Kanzler muss sich im EU-Streit treu bleiben!

Kommentar: Der Kanzler muss sich im EU-Streit treu bleiben!
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Die Meinung einer Minderheit zu vertreten, bedeutet nicht automatisch, dass man Unrecht hat.

Kanzler Friedrich Merz hat gestern beim EU-Gipfel eiskalten Gegenwind von an die 20 Regierungschefs bekommen. Weil er darauf pocht, den Sieben-Jahre-Haushalt der EU ab 2028 um „Hunderte Milliarden“ zu kürzen. Zudem will Merz im Verhältnis stärker in die Zukunft (z. B. Forschung) investieren, statt immer nur die Töpfe für Agrarhilfen und Regionalförderung bis zum Rand zu füllen und neue EU-Beamte einzustellen.

Seine Kritiker haben einen Punkt, wenn sie warnen: Merz kann die Schlacht ums Geld am Ende kaum gewinnen. Umso mehr Respekt verdient, dass er es immerhin versucht.

Denn anders als EU-Politiker von CDU, CSU und SPD und die deutsche EU‑Kommissionschefin kann er nicht so tun, als ginge ihn die dramatische Berliner Kassenlage nichts an. Allein schon deshalb muss er in Brüssel mit derselben Zunge sprechen wie zu Hause: „Wir müssen sparen. Punkt.“

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