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Live-Übertragung in den USA: Überlebender will Amokläufer bei Hinrichtung zuschauen

Live-Übertragung in den USA: Überlebender will Amokläufer bei Hinrichtung zuschauen
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Austin (USA) – Ein extrem makaberer Fall spaltet die USA: Der zum Tode verurteilte Amokläufer Nidal Malik Hasan soll erschossen werden. Doch damit nicht genug: Für die Hinrichtung ist eine Live-Übertragung geplant. Nun äußerte sich ein Überlebender des Amoklaufs von 2009, bei dem 13 US-Soldaten erschossen wurden. Er möchte dem Killer beim Sterben in die Augen schauen.

Als erster ehemaliger US-Soldat seit dem Zweiten Weltkrieg soll Nidal Malik Hasan von einem Erschießungskommando getötet werden. US-Präsident Donald Trump (80) betonte am Freitag, dass die Live-Übertragung noch nicht zu hundert Prozent feststehe. Eine Entscheidung darüber, ob er den Plan seines Kriegsministers Pete Hegseth durchzieht, muss er noch treffen. Er billige diesen jedoch. Vizepräsident JD Vance (52) sagte: „Wenn es über einen Livestream läuft, werde ich es mir nicht ansehen.“

Die Zurschaustellung einer Hinrichtung durch Erschießen erschüttert die USA schon jetzt in ihren Grundfesten. Ein Land, das für Freiheit und Unabhängigkeit steht, großen Wert auf Familie und Gemeinschaft legt, will eine Hinrichtung live zeigen.

Überlebender hofft auf Abschluss

Alonzo Lunsford (59), ein bekannter Überlebender des Amoklaufs auf dem US-Army-Stützpunkt Fort Hood, sieht in der öffentlichen Hinrichtung eine Chance. Er hofft auf einen Abschluss. Er kündigte gegenüber TMZ an, dass er den Livestream verfolgen möchte. Über den Bildschirm will er dem Schützen, der ihm so viel genommen hat, in die Augen schauen, wenn er stirbt.

Am 5. November 2009 eröffnete Nidal Malik Hasan das Feuer auf der Militärbasis. Er tötete 13 Soldaten, verletzte 32 weitere. Nach eigenen Angaben lief er Amok, weil seine Kameraden in Afghanistan Krieg gegen Muslime führten. Lunsford wurde mehrfach getroffen, auch in den Kopf. Er verlor die Sehkraft auf dem linken Auge. Er leidet bis heute unter PTBS. Der Überlebende mahnte, dass die Hinrichtung aber auch kein Event werden sollte, bei dem man sich zum Tailgating trifft oder eine Party feiert. Kinder und Jugendliche sollten seiner Meinung nach keinen Zugang zum Livestream bekommen.

Vizepräsident will Stream nicht schauen

Die Hinrichtung ist am 3. Dezember geplant. Sie soll dort stattfinden, wo Hasan Tod und Schmerz über seine Kameraden brachte: auf dem Stützpunkt Fort Hood. Pünktlich um 13 Uhr soll er erschossen werden. Es ist die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit 1961 und die erste Hinrichtung eines US-Soldaten durch ein Erschießungskommando seit dem Zweiten Weltkrieg.

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