Dortmund (NRW) – Blutergüsse, ein bewusstlos getretener Co-Trainer und rund 20 Männer, die aufeinander losgehen: Ein Kreisliga-Spiel in Dortmund endete am Sonntag in einer brutalen Massenschlägerei.
Bei der Partie zwischen Westfalia Dortmund II und DJK Blau-Weiß Huckarde II an der Bövinghauser Straße in Dortmund soll die Lage nach einem Foul völlig außer Kontrolle geraten sein. Nach Informationen der Agentur „News4“ schlugen zeitweise bis zu 20 Personen aufeinander ein. Als die Polizei mit mehreren Streifenwagen eintraf, war die große Prügelei allerdings bereits vorbei. Die Beamten trafen den Angaben zufolge nur noch zwei mutmaßliche Beteiligte an. Mindestens ein Verletzter wurde in eine Klinik gebracht.
Trainer gegen Kopf getreten?
Besonders schwer soll es den Huckarder Co-Trainer getroffen haben. Nach einem Bericht der „Ruhr Nachrichten“ sagte dessen Bruder, der Mann habe zunächst einen Schlag ins Gesicht bekommen und sei zu Boden gegangen. Dort soll ihm ein gegnerischer Spieler mit voller Wucht gegen den Kopf getreten haben. Der Co-Trainer verlor dem Bericht zufolge das Bewusstsein.
Sein Bruder schilderte gegenüber der Lokalzeitung, er habe in diesem Moment an einen „Mordversuch“ gedacht. Auch er selbst sei getroffen worden, seine Brille sei ihm aus dem Gesicht geschlagen worden. Drei weitere Huckarder Spieler hätten sich wegen großer Blutergüsse im Brustbereich in einer Klinik untersuchen lassen.
Wie es zu der Massen-Schlägerei kam und wer sie begann, ist bislang unklar und beide Mannschaften schildern den Ablauf unterschiedlich. Möglicherweise war ein hartes Foul der Auslöser, in der Partie, die schon vorher als ‚hitzig‘ galt. Die Polizei ermittelt.