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Merz und Macron: Verbrenner-Aus soll deutlich gelockert werden

Merz und Macron: Verbrenner-Aus soll deutlich gelockert werden
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Brüssel – Das Verbrenner-Aus entwickelt sich zu einer großen Fehlzündung. Die Auto-Industrie wurde in eine Krise manövriert, die Autofahrer kochen. Jetzt planen Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) den großen Knall: Sie wollen das geplante Verbrenner-Aus der EU deutlich stärker aufweichen als bisher bekannt.

Nach Informationen des Handelsblatts haben sich Berlin und Paris auf die groben Linien eines gemeinsamen Plans verständigt. Für die Auto-Industrie könnte das eine gewaltige Erleichterung bedeuten: Nach 2035 könnten deutlich mehr Benziner und Diesel neu zugelassen werden als bislang vorgesehen.

Nach EU-Recht von 2023, das auch von Deutschland beschlossen wurde, müssten die CO2-Emissionen neuer Autos ab 2035 um 100 Prozent gegenüber 2021 sinken – praktisch wäre das das Aus für den Verbrennungsmotor. Doch genau dieses Aus soll nun weiter entschärft werden.

Die EU-Kommission hatte bereits auf Druck Deutschlands vorgeschlagen, die Vorgabe auf 90 Prozent zu senken. Die restlichen zehn Prozent könnten Hersteller etwa über CO2-armen europäischen Stahl, E-Fuels und Biokraftstoffe ausgleichen.

CO2-Ziel soll aufgeweicht werden

Merz und Macron wollen noch weiter gehen: Weitere zehn Prozentpunkte sollen ohne Kompensation entfallen – auf rechnerisch 80 Prozent.

Schon der Kommissionsvorschlag würde nach Einschätzung von Experten dazu führen, dass nach 2035 noch rund 27 bis 29 Prozent der Neuzulassungen einen Verbrennungsmotor haben könnten. Mit dem neuen deutsch-französischen Vorstoß dürfte dieser Anteil weiter steigen.

Auch beim Zwischenziel für 2030 wollen Merz und Macron nachlegen. Statt drei Jahren sollen Hersteller fünf Jahre Zeit bekommen, um das CO2-Ziel zu erfüllen. Das wäre ein zentraler Wunsch der Auto-Industrie – und könnte Herstellern hohe Strafzahlungen ersparen.

Förderungen nur noch für „Made in EU“

Doch der Deal hat einen Preis: Frankreich verlangt im Gegenzug strengere „Made in EU“-Vorgaben. Berlin soll bereit sein, diese Forderungen zu akzeptieren, obwohl die Bundesregierung die Regeln für Handelspartner wie Türkei, Marokko oder Vietnam öffnen wollte. Heißt: Künftig könnten EU-Förderungen für E-Autos stärker daran geknüpft werden, dass die Fahrzeuge größtenteils in Europa produziert werden.

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