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Selenskyj klagt an: „Keine Vorwarnung“ vor Russlands Raketen über Kiew

Selenskyj klagt an: „Keine Vorwarnung“ vor Russlands Raketen über Kiew
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Kiew – Russische Raketen flogen in der Nacht auf Kiew, trafen ein Heizkraftwerk und ein Wohnhaus. Mindestens zwei Menschen starben, rund 20 wurden verletzt. Doch diesmal erhob Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) einen besonders brisanten Vorwurf gegen den Westen: „Wieder einmal keine Vorwarnung von unseren Partnern.“ Und schickt eine verzweifelte Bitte hinterher. Die ukrainischen Systeme hätten die ballistischen Raketen erst entdeckt, als sie sich Kiew bereits näherten.

Selenskyj wütend: „Das ist absolut ungerecht: Während sie unsere Infrastruktur zerstören, erhält die Ukraine noch nicht einmal Frühwarnungen über Starts ballistischer Raketen.“ Selenskyj weiter: „Wir bitten Amerika und ALLE Menschen auf der Welt, die nicht die Augen vor der Realität verschließen, zu reagieren, und zwar mit aller Härte. Russland hat die Chance zur Deeskalation verspielt und sich eindeutig dafür entschieden, seinen wahnsinnigen Vernichtungskrieg fortzusetzen.“

Selenskyj weiter: „Wir bitten Präsident Trump, HARTE Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Das kürzlich verabschiedete und unterzeichnete Lindsey-Graham-Gesetz erlaubt und regelt dies. Der amerikanische Präsident verfügt über alle starken und notwendigen Mittel, um den Frieden näherzubringen: durch Stärke, Gerechtigkeit und Druck auf den Aggressor.“

Die verzweifelte Bitte Selenskyjs richtet sich vor allem an die wichtigen Geheimdienst-Infos aus den USA zu russischen Raketenstarts und Bewegungen: Schon 2025 zeigte Präsident Donald Trump (80), wie schnell er Kiew diesen Informations-Vorsprung nehmen kann: Nach dem Eklat mit Selenskyj soll Washington die Geheimdienst-Zusammenarbeit zeitweise ausgesetzt haben.

Das macht die Lage für die Ukraine so gefährlich: Europa kann die amerikanischen Frühwarn-Daten kaum ersetzen. Raketenexperte Fabian Hoffmann vom Norwegischen Institut für Verteidigungsstudien erklärt dem Nachrichtendienst „Reuters“: Kiew ist auf das amerikanische satellitengestützte Frühwarnsystem angewiesen. Dieses System sei weltweit praktisch konkurrenzlos und könne der Ukraine nur von den USA zur Verfügung gestellt werden.

Trump bestreitet Geheimdienst-Stopp

Hintergrund: Der US-Präsident will, dass die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien beendet. Gleichzeitig lockerte er die Sanktionen für russische Diesel-Exporte. Begründung: Mehr Diesel auf dem Weltmarkt soll die Spritpreise drücken, die Trump vor den wichtigen Zwischenwahlen („Midterms“) im November unter Druck setzen.

Bizarr: Am Sonntag verkündete Trump plötzlich eine Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine. Nur: Weder Moskau noch Kiew bestätigten den angeblichen Deal.

Trump erhöht massiv den Druck, forderte sogar einen „politischen Wechsel“ in Kiew. Am Sonntag dann die nächste Trump-Verwirrung: Russland und die Ukraine hätten sich auf einen Stopp gegenseitiger Angriffe gegen Energieanlagen geeinigt. Weder Kiew noch Moskau bestätigten das. Klar ist nur: Die entscheidende Warnung aus dem Westen bleibt nach Selenskyjs Darstellung aus. Der US-Präsident bestreitet bislang laut Reuters ausdrücklich, die Geheimdienst-Zusammenarbeit tatsächlich gestoppt zu haben.

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