Wolgograd – Diese Aufnahmen dürften Russen-Diktator Wladimir Putin (73) gar nicht gefallen. Wegen des Spritmangels im Land zelten Russen mittlerweile vor Tankstellen, um überhaupt noch etwas Benzin oder Diesel zu bekommen. Anton Gerashchenko, Berater des ukrainischen Innenministeriums, verbreitete ein entsprechendes Video auf der Plattform X.
Darin zu sehen: Ein Mann, der sich, sein kleines Camp und die gegenüberliegende Tankstelle filmt. Er hat zwei Zelte aufgestellt, davor steht ein kleiner Tisch mit Getränken, dazu kommen eine Matte, Kissen und ein Koffer mit weiteren Utensilien. Das Video soll in der Region Wolgograd entstanden sein. Es widerspricht der aktuellen Propaganda des Kreml.
Putin redet Spritkrise klein
Putin versucht seit Tagen, die aktuelle Spritkrise kleinzureden. So richtig funktioniert das aber nicht. Seine Regierung hat am Mittwoch sogar den Export von Diesel gestoppt und den Import aus dem Ausland erlaubt. „Das erlaubt uns, die Lieferungen auf den Binnenmarkt zu erhöhen“, redete Russlands Vizeregierungschef Alexander Nowak die Krise schön.
Seit Wochen leidet die russische Bevölkerung unter dem Spritmangel im Land. In vielen Regionen warten Autofahrer stundenlang auf ihre Tankfüllung, Videos zeigen kilometerlange Staus vor den Tankstellen. Grund dafür sind die anhaltenden Drohnen-Angriffe der Ukraine auf russische Ölanlagen. Auch in der Nacht zu Donnerstag setzten ukrainische Drohnen zwei Öldepots in Brand. Außerdem griff die Ukraine nach eigenen Angaben zwölf russische Tanker im Asowschen Meer an.
Putin im eigenen Land immer unbeliebter
Der Treibstoffmangel setzt auch Putin persönlich unter Druck. Laut einer Umfrage der kremlnahen „Stiftung für öffentliche Meinung“ (FOM) sank die Zustimmung für den Kreml-Führer innerhalb einer Woche von 74 auf 69 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der vollständigen Invasion der Ukraine im Februar 2022. Da die FOM dem Kreml zuarbeitet, dürften Putins Werte in Wahrheit noch schlechter sein.