Riad – Nach BILD-Informationen kann Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (53, CDU) die Hauptstadt von Saudi-Arabien nicht verlassen! In Riad war es am Samstag zu einem schweren Angriff der Huthi-Rebellen aus dem Jemen mit 12 Toten und 300 Verletzten gekommen. Auch am Sonntagnachmittag kam es erneut zu einem Angriff auf den Flughafen, bei dem ein Brand entfacht wurde.
Derzeit finden in Riad mehrere internationale Konferenzen der Energiewirtschaft und -politik statt. Die Ministerin befand sich schon vor den Angriffen vom Wochenende in der Stadt. Nach aktuellem Stand finden die weiteren Termine der Ministerin wie geplant statt. Auf Instagram postete ihr Ministerium am Sonntagnachmittag ein Bild von Reiche auf einer der Konferenzen mit der Überschrift: „Einsatz für Deutschlands Energiesicherheit.“
Aber: Wegen der Sperrung des Flughafens kann die für morgen geplante Rückreise nicht wie vorgesehen stattfinden, wie BILD erfuhr. „Die Bundesministerin und ihre Mitarbeiter werden sicher und wohlbehalten zurückkehren“, hieß es aus dem Umfeld des Ministeriums. Die dafür notwendige Logistik werde derzeit zwischen den beteiligten Ministerien und Behörden abgestimmt, „alternative Rückreisemöglichkeiten werden geprüft“.
Die Bundesregierung stellt sich aber auch auf eine Verschärfung der Lage ein. „Sollte sich die Lage vor Ort verändern, werden wir gemeinsam mit unseren Partnern unmittelbar darauf reagieren“, hieß es gegenüber BILD. Was das konkret bedeuten würde, ließ das Ministerium offen.
Huthi-Terroristen kündigen weitere Angriffe an
Saudi-Arabien hat sein militärisches Engagement im Jemen in den vergangenen Wochen verstärkt. Das Land unterstützt eine Gegenoffensive der jemenitischen Regierung, nachdem die Huthis im September strategisch wichtige Gebiete entlang der Küste des Roten Meeres eingenommen hatten.
Das von den Huthi-Rebellen beanspruchte Außenministerium erklärte, weitere militärische Maßnahmen Saudi-Arabiens im Jemen würden eine schärfere Reaktion nach sich ziehen: „Sollte der saudiarabische Feind seine Aggression und Einmischung im Jemen nicht einstellen, steht – so Gott will – Schlimmeres bevor“, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums, die von dem von den Huthis betriebenen Fernsehsender Al-Masirah verbreitet wurde.