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Tadashi Yanai: Der Uniqlo-Milliardär will Zara vom Modethron verdrängen

Tadashi Yanai: Der Uniqlo-Milliardär will Zara vom Modethron verdrängen
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Tokio – Mit einfachen T-Shirts, Pullovern und Hosen hat er ein Milliardenvermögen verdient. Jetzt will der japanische Mode-Milliardär Tadashi Yanai auch noch die größten Konkurrenten der Welt überholen. Seine Kette Uniqlo wächst so schnell, dass sie beim Umsatz H&M hinter sich lassen dürfte. Und Yanai hat bereits den nächsten Mode-Riesen im Visier: Zara.

Die neuen Geschäftszahlen sind beeindruckend: Der Uniqlo-Mutterkonzern Fast Retailing setzte im vergangenen Geschäftsjahr rund 21,5 Milliarden Euro um. Ein Plus von 17 Prozent. Der operative Gewinn kletterte um fast 32 Prozent. Zum Vergleich: H&M kam zuletzt auf umgerechnet rund 20 Milliarden Euro, Zara-Mutter Inditex auf knapp 40 Milliarden.

Doch wer ist der Mann hinter dem Mode-Imperium?

Vom Mini-Kleiderladen zum Milliarden-Konzern

Yanai wurde 1949 in der japanischen Stadt Ube geboren. Sein Vater Hitoshi eröffnete im selben Jahr ein kleines Geschäft für Herrenbekleidung. Nach seinem Wirtschaftsstudium in Tokio und einem Job in einem Supermarkt stieg Yanai 1972 ins Familiengeschäft ein. Doch der junge Chef machte sich schnell unbeliebt, meckerte über die Mitarbeiter, sie seien zu langsam, zu wenig engagiert. Die Folge: Sechs von sieben Angestellten kündigten. Yanai gab später zu, zu wenig Rücksicht genommen zu haben.

1984 eröffnete er in Hiroshima den ersten Uniqlo-Laden. Seine Idee: schlichte, praktische Kleidung, die sich möglichst jeder leisten kann. Heute ist aus dem kleinen Laden ein Weltkonzern geworden. Yanai ist laut „Forbes“ mit einem geschätzten Vermögen von rund 58 Milliarden Euro der zweitreichste Mensch Japans.

Seine Frau verdiente dreimal so viel wie er

Seine Frau Teruyo stammt aus Osaka und arbeitete vor der Hochzeit als Dolmetscherin. Laut japanischen Biografien verdiente sie damals dreimal so viel wie ihr späterer Ehemann. Das Paar hat zwei Söhne: Kazumi (Jahrgang 1974) und Koji (1977).

Der jüngere Sohn Koji initiierte ein Projekt, bei dem 17 öffentliche Toiletten in Tokio von bekannten Architekten und Designern neu gestaltet wurden. Um darauf aufmerksam zu machen, holte er Star-Regisseur Wim Wenders (81) nach Japan. Und der machte daraus den gefeierten Kinofilm „Perfect Days“.

Luxusvilla mit Tennisplatz und eigener Golfanlage

Privat lebt Yanai alles andere als bescheiden. In Tokio besitzt er laut „Forbes Japan“ ein Anwesen auf rund 8600 Quadratmetern. Hinter hohen Mauern liegen ein Tennisplatz und eine eigene Golf-Übungsanlage. Auch auf Hawaii hat sich der Milliardär eingekauft: Neben einer Ferienimmobilie gehören ihm dort zwei berühmte Golfplätze. Für den Kapalua Plantation Course zahlte er 2009 rund 45 Millionen Euro, für den Bay Course ein Jahr später knapp 22 Millionen.

Um 16 Uhr ist Feierabend

Trotz seines Milliardenvermögens hat Yanai einen festen Tagesablauf: Um 6.30 Uhr soll er bereits im Büro sitzen, gegen 16 Uhr nach Hause fahren. Dort isst er am liebsten mit seiner Frau zu Abend.

Seine zweite Leidenschaft neben Golf: Kunst. Yanai sammelt Werke berühmter Maler wie Edward Hopper und Andrew Wyeth. Hunderte Gemälde des japanischen Künstlers Tsuyoshi Isoe gehören ihm ebenfalls. In seinem Ferienhaus in Kyoto hängt ein riesiges Bild von Keith Haring. Sogar über ein Museum denkt Yanai nach.

Nur ans Aufhören denkt er offenbar nicht. Sein nächstes Ziel: zehn Billionen Yen Jahresumsatz (gut 56 Milliarden Euro) – mehr als doppelt so viel wie heute. Und das will er vor allem mit dem schaffen, womit alles begann: mit einfachen Klamotten für jedermann.

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