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Schweiz: Freibad in Pruntrut hebt Ausländerverbot auf

Schweiz: Freibad in Pruntrut hebt Ausländerverbot auf
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Pruntrut (Schweiz) – Das Freibad im schweizerischen Pruntrut sorgte im Juli 2025 europaweit für Schlagzeilen. Die Betreiber sperrten Ausländer aus, weil es zuvor zu massivem Ärger, Belästigung von Frauen und Gewalt gekommen war. Vor allem junge männliche Touristen aus dem nahegelegenen Frankreich störten immer wieder den Freibad-Frieden in dem 6000-Einwohner-Ort – rund 50 Kilometer südwestlich von Basel. Ganz ohne Auflagen geht es aber nicht.

In einer aktuellen Mitteilung für das „Badi Pruntrut“ heißt es: „Die während der Saison 2025 eingeführten Zugangsbeschränkungen wurden aufgehoben.“ Ein generelles Zutrittsverbot für Ausländer werde es nicht geben.

Tickets für Auswärtige nur noch online

Allerdings sind Freibad-Besucher „ohne Wohnsitz vor Ort“ und Gäste, „die über keine Aufenthalts-, Arbeits- oder Niederlassungserlaubnis sowie keine anerkannte Touristenkarte verfügen, verpflichtet, ihr Ticket ausschließlich online über die offizielle Plattform zu erwerben“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Zusätzlich müssen diese Gäste beim Betreten des Freibads ihr elektronisches Ticket sowie einen gültigen amtlichen Ausweis vorlegen.

Alle diese Maßnahmen sollen dazu dienen, „eine effektive Steuerung des Besucherstroms zu gewährleisten und die Einhaltung der Zugangsbedingungen der Anlage sicherzustellen“, heißt es weiter. Wer die Vorgaben nicht erfüllt, kann weiterhin abgewiesen werden.

Ausländer zahlen doppelten Preis

Wie die Schweizer Nachrichtenseite „20 Minuten“ berichtet, müssen auswärtige Gäste auch in dieser Saison tiefer in die Tasche greifen als Einheimische: Erwachsene zahlen 15 Franken (rund 16,40 Euro) statt 7,50 Franken (rund 8,20 Euro), Jugendliche 10 Franken (rund 10,90 Euro) statt 5 Franken (rund 5,45 Euro).

Pruntruts Gemeindepräsident Philippe Eggertswyler verteidigte das Vorgehen im Interview mit der Westschweizer Zeitung „24 Heures“: „Es geht nicht darum, Schweizer und Franzosen gegeneinander auszuspielen, sondern darum, die Ruhe zu garantieren“, sagt er.

Im vergangenen Sommer seien immer wieder Gruppen junger Franzosen mit Migrationshintergrund angereist – und hätten im Freibad für Ärger gesorgt. Der Ort ist nur wenige Kilometer von der Grenze zu Frankreich entfernt. Von Belästigungen junger Mädchen und Attacken auf Sicherheitspersonal war die Rede.

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