Die Geldrangliste im Tennis ist da! Das Wirtschaftsmagazin Forbes veröffentlichte die Top 10 der bestverdienenden Profis in den vergangenen zwölf Monaten – auf und neben dem Platz zusammengerechnet. Dabei gibt es auch eine Überraschung in den Top 3!
Von den deutschen Spielern ist nur einer dabei: Alexander Zverev (29). Der Hamburger erreichte bei den Australian Open das Halbfinale, gewann die French Open und stand im Endspiel von Wimbledon. Bei den am Sonntag beginnenden US Open ist er der Favorit und an Nummer 1 gesetzt.
Zverev zum ersten Mal in der Forbes-Rangliste
Im Forbes-Ranking hat es der Olympiasieger von 2021 auf Platz 9 geschafft. 16,1 Millionen Euro, davon allein 11,8 Millionen Euro an Preisgeldern, spielte der Weltranglisten-Zweite ein. Dagegen fallen die Sponsoreneinnahmen von 4,3 Millionen Euro fast schon bescheiden aus. Aber er wird es verschmerzen können. Allein an Preisgeld hat Zverev in seiner Karriere bereits 59,1 Millionen Euro verdient. Er ist zum ersten Mal seit 2019 in der Forbes-Liste in den Top 10.
Platz 1 der Liste geht tatsächlich auch an die Nummer 1 der Welt: Jannik Sinner (25). Der Italiener spielte ein überragendes Frühjahr mit fünf Masters-Siegen in Serie, gewann zudem Wimbledon im Finale gegen Zverev und stand in Melbourne im Halbfinale. 19,8 Millionen Euro an Preisgeld spielte er ein, dazu kommen 30,1 Millionen Euro an Nebeneinkünften aus Werbung, Shows und von Sponsoren, u. a. Gucci und Lavazza. Das über Siebenfache von Zverev. Mit gut 50 Millionen Euro, dem höchsten Wert der Geschichte dieser Rangliste, liegt der Südtiroler klar auf Platz 1 der Geldrangliste, fehlt aber nun wegen einer Knieverletzung in Flushing Meadows.
Serena Williams die bestbezahlte Spielerin
Es folgt sein Erzrivale Carlos Alcaraz (23), der nach seiner Handgelenksverletzung in New York sein Comeback gibt. 46,3 Millionen Euro hat er im vergangenen Jahr eingenommen, obwohl der Spanier (Nummer 3 der Welt) seit April nicht mehr spielte. 12,9 Millionen Euro kamen dann auch „nur“ an Preisgeld zusammen, satte 33,4 Millionen an übrigen Einnahmen.
Die bestverdienende Frau ist die Überraschung schlechthin, auch im Gesamtranking. Da kommt Serena Williams (44) auf Rang 3. Dabei hatte die Amerikanerin seit 2022 kein Match mehr bestritten. Erst im Juni feierte die 23-malige Grand-Slam-Siegerin ihr Comeback und wird bei den US Open mit Schwester Venus (46) im Doppel spielen. 34,6 Millionen Euro betrugen ihre Einnahmen, die fast komplett aus Sponsorengeldern und Werbung bestehen. Lediglich 86.000 Euro hat sie in den vergangenen zweieinhalb Monaten eingespielt. Ihre Sponsoren blieben ihr auch nach der Karriere treu, Nike seit 23 Jahren.
Die aktuelle Weltranglistenerste Aryna Sabalenka (28) folgt als Vierte mit 31,1 Millionen Euro. Die Belarussin, die um Platz 1 in der Welt bangen muss, hat 11,3 Millionen Euro eingespielt und 19,8 Millionen anderweitig generiert. Die Brauerei Stella Artois und die Juwelierfirma Material Good sind ihre größten Sponsoren.
Die Top 10 im Überblick
Dass vor allem die Preisgelder in der Rangliste im kommenden Jahr weiter steigen, liegt an den Profis selbst. Die hatten in Paris und Wimbledon Medienstreiks durchgeführt, um von den Grand-Slam-Turnieren mehr Geld zu erhalten. In New York gibt es diesen Streik nicht. 20 Prozent mehr schüttet der Veranstalter gegenüber 2025 aus. In Zahlen ausgedrückt sind das 4,7 Millionen Euro für die Sieger bei Männern und Frauen. Wer schon in der 1. Runde verliert, fliegt mit 120.000 Euro nach Hause.