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Israels Botschafter am Mahnmal Gleis 17: Ron Prosor warnt vor Juden- und Israelhass

Israels Botschafter am Mahnmal Gleis 17: Ron Prosor warnt vor Juden- und Israelhass
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Berlin – Dieser Ort steht für eines der dunkelsten Kapitel Berlins. Am Mahnmal „Gleis 17“ erinnert die Hauptstadt an diesem Sonntag an die Tausenden jüdischen Berliner, die von den Nationalsozialisten deportiert und größtenteils ermordet wurden.

Vor 85 Jahren, am 18. Oktober 1941, begann die Deportation der Berliner Juden. Der erste sogenannte Osttransport brachte rund 1000 Menschen vom Bahnhof Grunewald in das Ghetto von Lodz im besetzten Polen.

Israels Botschafter Ron Prosor (68) mahnt in BILD: „Die Meinungsfreiheit darf nicht zur Aufhetzungsfreiheit werden. Die Geschichte lehrt uns: Bei Antisemitismus muss eine rote Linie gezogen werden. Erst trifft es die Juden und dann alle anderen.“ Prosor sagt auch: „Mit großer Sorge blicke ich deshalb auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin und ein mögliches Bündnis mit der Linken.“ Die Hauptstadt sei „Deutschlands Schaufenster“ zur Welt. Und weiter: „Es wäre ein fatales Signal, wenn ausgerechnet hier Juden- und Israelhass wieder salonfähig werden.“

Bei der Gedenkveranstaltung am Mahnmal „Gleis 17“ wird nach BILD-Informationen allerdings keiner der Berliner Sondierer erwartet. Aus dem Abgeordnetenhaus kommen Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (54, CDU) und Abgeordnetenhaus-Vizepräsidentin Bahar Haghanipour (42, Grüne). Auch Ex-Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (63, Linke) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth (54), sind geladen.

Wegner: Berliner Senat duldet keinen Antisemitismus

Wegner betont: „Wir gedenken am ‚Gleis 17‘ der Opfer des Holocaust und werden niemals vergessen.“ Er verbindet die Erinnerung mit einem klaren Auftrag für die Gegenwart. Der Berliner Senat dulde „keinen Antisemitismus, Hass oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden“. Seine Forderung: „Antisemitismus konsequent entgegenzutreten, unabhängig davon, aus welcher Richtung er kommt und wo er stattfindet.“

Allein vom „Gleis 17“ wurden ab Herbst 1941 rund 10.000 jüdische Menschen deportiert. Mehr als 30.000 wurden später vom Güterbahnhof Moabit verschleppt, knapp 10.000 vom Anhalter Bahnhof. Die meisten Deportierten wurden ermordet.

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