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Markus Söder, Hendrik Wüst oder Friedrich Merz? BILD erklärt den Applaus-Sieger beim JU-Deutschlandtag

Markus Söder, Hendrik Wüst oder Friedrich Merz? BILD erklärt den Applaus-Sieger beim JU-Deutschlandtag
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Bonn – Sie waren die drei Top-Gäste beim Deutschlandtag der Jungen Union (JU) in Bonn: CDU-NRW-Regent Hendrik Wüst (51), Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und am Sonntag zum Abschluss dann CSU-Chef Markus Söder (59). BILD macht den Check, wer beim Parteinachwuchs am besten ankam und worin sich die Auftritte unterschieden.

Hendrik Wüst

Einlauflied: „More Than You Now“ von Axwell & Ingrosso. Die Botschaft der Parteijugend an den CDU-NRW-Regenten versteckt sich im Songtext: „In Dir steckt mehr, als Du selbst weißt“. Eine Anspielung darauf, dass Wüst, der als Kanzlerkandidat im Wartestand gesehen wird, sich aus Sicht vieler Delegierter „trauen“ muss.

Überraschung: Hendrik Wüst lobte Friedrich Merz ausdrücklich, er erwähnte den Kanzler immer wieder in seiner Rede. Sein Signal an die Parteijugend: Ich will hier jetzt keinen stürzen, die Partei muss zusammenhalten.

Bester Moment: Es gab keinen. Wüst lieferte solide ab.

Applaus: 1:27 Minuten

Friedrich Merz

Einlauflied: „Storm II“ von Gener8ion & Yung Lean: „Steh aufrecht, strebe höher, und immer so weiter, immer so weiter, und ich sage: Wir bleiben vereint, auch im Sturm.“ Damit stellte sich die Junge Union klar hinter den Krisenkanzler, dessen maue Umfragewerte der Partei zu schaffen machen. Auftrag an Merz: Jetzt bei den Reformen gegen die SPD durchziehen.

Überraschung: Merz ließ sich nicht provozieren und blieb cool, als ein Delegierter ihn in der Aussprache nach der Rede zum Rücktritt aufforderte. Die JU-Parteiregisseure hatten schon Sorge, der Kanzler könnte mit einer Impuls-Attacke reagieren. Stattdessen erklärte der Kanzler seelenruhig, wie er die CDU wieder nach vorn bringen will.

Bester Moment: Merz brachte den Saal wie selten zum Kochen, als er in Richtung SPD und Grüne brüllte: „Hört auf damit!“ Doch seine Warnung vor der Anbahnung ihres Bündnisses mit der antisemitischen Linkspartei in Berlin verhallte ungehört.

Applaus: 53 Sekunden

Markus Söder

Einlauflied: „Thunderstruck“ der australischen Rockband AC/DC. Der Riesenhit wurde nicht zufällig gespielt. „Thunderstruck“ bedeutet auf Deutsch „vom Blitz getroffen“. Söder sollte also wie ein Gewitter über die Junge Union kommen.

Überraschung: Söder witzelte herrlich über die geplanten Steuererhöhungen auf Bundesebene: „Statt Steuern zu senken, haben wir uns entschieden, auf alles, was Spaß macht, Steuern zu erhöhen. Alkohol, Tabak, Zucker – alles wird teurer. Ich bin froh, dass Cola Light noch gerade die Kurve gekriegt hat“ – sein Lieblingsgetränk.

Bester Moment: Söder schlug SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius (66) angesichts der Pläne von SPD und Grünen mit der Linkspartei in Berlin „einen Marsch und das Singen der Nationalhymne vor dem Roten Rathaus“ vor. Schließlich wolle die neue Hauptstadt-Regierung Bundeswehr-Vertreter aus den Schulen verbannen. Künftig würden dann in Berliner Schulen wohl „Clansleute berichten“. Riesenbeifall!

Applaus: 2:12 Minuten

Applaus-Sieger: Markus Söder ist der Held der Parteijugend. Aber die Mischung macht’s: Alle Redner wurden am Ende von den Delegierten gewürdigt.

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