Noticias principales

Erst 30 Grad, dann knallt es: Gewitterwalze rollt über Deutschland

Erst 30 Grad, dann knallt es: Gewitterwalze rollt über Deutschland
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Die Hitzewelle bekommt einen heftigen Dämpfer! Nach über einer Woche mit viel Sonne und hohen Temperaturen ist erst einmal Schluss mit dem Sommer-Feeling. Schauer, Gewitter, Starkregen, Hagel und kräftiger Wind übernehmen das Kommando – vor allem heute!

Besonders betroffen sind die Westhälfte, die Mitte und der Südosten des Landes. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zieht bereits am Sonntagmorgen aus Belgien eine Gewitterfront mit kräftigen Schauern heran. Im Tagesverlauf verlagert sich der Schwerpunkt der Unwetter weiter in die Mitte und den Südosten.

Wer von Gewittern verschont bleibt

Dabei kann es örtlich zu Starkregen und Hagel kommen. Die Hagelkörner könnten nach Angaben der Meteorologen bis zu drei Zentimeter groß werden. Im Südosten sind sogar schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h möglich. Nur der Norden kommt vergleichsweise glimpflich davon. Nordsee, Ostsee und weite Teile Ostdeutschlands bleiben von den stärksten Gewittern voraussichtlich verschont.

Warum es plötzlich kühler wird

Wie Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber BILD erklärt, wird die bisherige Hitzewelle zunehmend von schwüler und feuchter Luft verdrängt. Verantwortlich dafür sind gleich zwei Tiefdruckgebiete, die das bislang wetterbestimmende Hoch „Boris“ zurückdrängen.

Das Hoch hatte zuletzt für sonniges und warmes Wetter in Deutschland und Mitteleuropa gesorgt. Nun wird es nach Süden abgedrängt und soll sich bereits am Sonntagmorgen auflösen. „Die Temperaturen erreichen am Sonntag zunächst noch einmal sommerliche 25 bis 30 Grad, bevor die kühlere Luft die Oberhand gewinnt“, sagt Dr. Brandt. Je nach Region sind dabei deutliche Temperaturunterschiede möglich.

Unwetter wüten in Deutschland

Bereits am Freitagabend hatten Unwetter im Norden und Westen zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Umgestürzte Bäume, Blitzeinschläge und Evakuierungen sorgten für erhebliche Beeinträchtigungen.

Auch bei der Deutschen Bahn sind die Folgen noch spürbar. Nach dem Durchzug der Gewitterfront müssen weiterhin Strecken freigeräumt und Oberleitungen repariert werden. Betroffen sind das nördliche Ruhrgebiet und das Münsterland in Nordrhein-Westfalen. Dadurch kommt es auch im Fernverkehr im Norden Deutschlands zu Ausfällen und Verspätungen.

Wann kommt die nächste Hitzewelle?

Für die kommende Woche erwarten die Wetterexperten einen täglichen, wechselhaften Mix aus Sonne, Schauern und Gewittern. Die Temperaturen gehen dabei Schritt für Schritt zurück. Dr. Brandt: „Der Montag wird so ein Tag sein, wo man deutschlandweit durchatmen kann, mit häufig sonnigen Phasen, vereinzelt Schauer und Gewitter. Dienstag geht’s dann wieder los, dann kommt die nächste Schauerfront.“

Demnach muss auch in den folgenden Tagen immer wieder mit einzelnen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Ab Mittwoch liegen die Höchstwerte vielerorts nur noch bei rund 22 Grad. Eine neue Hitzewelle ist nach aktuellem Stand vorerst nicht in Sicht.

Puede que te hayas perdido